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Preisfrage: Wie heißt die aktuelle Bundesumweltministerin? Und wer ist gerade Ministerpräsident im, sagen wir, Saarland? Ich verrate Ihnen: Ich weiß es auch nicht.* Es ist noch nicht lange her, da hätten Sie mich nachts um drei wecken können mit der Frage: Ministerpräsident von Brandenburg? Und ich hätte aus dem Tiefschlaf gerufen „Matthias Platzeck!“ Bundesforschungsministerin? „Annette Schavan!“ Und heute? Es gibt ein paar Langgediente, die haben wir drauf. Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Horst Seehofer – um die Klassiker zu nennen, deren Karriere gerade die Reiseflughöhe verlässt. Sie waren Teil unseres Alltags, wir haben sie im Radio gehört, in der „Tagesschau“ gesehen und in Zeitungen und Magazinen über sie gelesen – dabei genickt oder den Kopf geschüttelt. Aber die jüngeren heißen offenbar alle Jens Spahn. Noch immer entscheiden Ministerpräsidenten unter…
Was macht das mit mir? Ganz einfach: nichts, wenn man die sozialen Netzwerke ignoriert. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Christian Lepple, Vöhringen Feigenblatt wegnehmen stern Nr. 4/2019, „Soziale Netzwerke und wir“ – wie Facebook, Instagram und Twitter uns verführen Warum schreiben Sie noch immer von „sozialen“ Medien? Dieser unsägliche Begriff entspringt einer frühen Übersetzungsschlamperei. Das amerikanische „social“ hat mit dem deutschen „sozial“ wenig zu tun. Andersherum müsste es sonst „caring media“ heißen. Absurd, was? Die Übersetzung „gesellschaftliche“ Medien würde Facebook & Co. sofort das Feigenblatt der vermeintlichen Menschenfreundlichkeit nehmen. Hauke Guttenberg, Lübeck Manipulative Medien stern Nr. 4/2019, „Wo Habeck ist, ist vorn“ – Zwischenruf von Hans-Ulrich Jörges Natürlich hat Habeck recht, sich aus diesen manipulativen Medien zurückzuziehen. Sie sprechen aber auch die Öffentlich-Rechtlichen an. Diese haben es nicht verstanden,…
Aus dem kalten Herzen Russlands Eigentlich wollte sich die russische Fotografin Elena Anosova, 35, in dem sibirischen Heimatdorf ihrer Verwandten nur von einem anderen Projekt erholen. Doch der Ort, gelegen mitten in der Taiga, fernab aller Zivilisation, hatte sie schnell in seinen Bann gezogen. Zunächst sammelte sie für das kleine Dorfmuseum, das von ihrer Tante geführt wird, alte Bilder der Bewohner ein. Nach und nach begann sie dann, mit ihrer Kamera den Alltag zu dokumentieren. Das Leben im Dorf ist hart – Strom gibt es nur für Stunden, Brot wird selbst gemacht. Und doch können sich viele der Bewohner kein anderes Leben vorstellen. Anosovas Reportage beginnt auf Seite 50. Rolle rückwärts Braune Cordhosen, orangefarbene Hemden mit riesigen Kragen, Topffrisuren – so sahen wir damals aus, in den Siebzigern. Dieses Jahrzehnt…
Jede Kerze ein Zeichen. Jede Flamme ein Ausdruck des Mitgefühls. Wir sind bei dir. Und werden dich nicht vergessen. In Danzig haben Trauernde aus Tausenden von Grablichtern ein Herz geformt. Sie erinnern an Bürgermeister Pawel Adamowicz, der von einem offenbar psychisch kranken Mann erstochen worden war. „Du hast Offenheit, Liebe und Empathie gelehrt“, würdigt Adamowicz’ Ehefrau Magdalene ihren Mann bei der Beisetzung. Viele Polen fürchten, dass Hassreden und das vergiftete Klima zwischen Regierungspartei und Opposition ihren Teil zu der Gewalttat beigetragen haben könnten.…
Solange die Straße gerade verläuft, ist alles halbwegs gut. Brenzlig wird es in den Kurven, in denen der Fahrer dieses Trucks keine Vollbremsung machen sollte. Die Flüchtlinge, die er auf der Straße von Cali nach Armenia transportiert, sind nicht angeschnallt. Sie kommen aus Venezuela, wo Nicolás Maduro gerade für eine weitere Amtszeit vereidigt worden ist, trotz großer Proteste. Das Land leidet unter einer irren Inflation, es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten. Rund 3 Millionen Menschen sind seit 2015 von dort geflohen. Bei Fahrten wie diesen bliebt ihnen nur eins: sich im Notfall aneinander festzuhalten.…
Hier fährt ein Sandmännchen – wenigstens sieht der Umriss so aus. Eigentlich ist die Wüste bei Pisco im Süden Perus ziemlich leer. Während der Rallye Dakar aber kommt es sogar im staubigen Nirvana zu Unfällen auf engstem Raum. Hier hat es Jan Brabec und Cesar Pardo erwischt: Während sich Pardos Maschine schon in den Boden gräbt, fliegt Brabecs Motorrad noch ein Stück weiter. Brabec landet am Ende auf Platz 34, Pardo wird 43. Die Rallye Dakar findet seit 2009 nicht mehr auf dem afrikanischen Kontinent, sondern in Südamerika statt – aus Sicherheitsgründen. Umstritten bleibt das gefährliche Spektakel dennoch.…