Greifen wir doch, eh wir uns bücken, einmal oben ins Regal, bei Thomas Mann. Vom Esstisch aus gesehen hat sich sein Traum, wonach er kein deutsches Europa wünsche, wohl aber ein europäisches Deutschland, ganz wunderbar erfüllt. Seit er diesen berühmt gewordenen Satz bei einer Rede vor Studenten in Hamburg 1953 sagte, hat Deutschland, ja hat Europa auf ganzer Breite ungeahnte Einflüsse auf- und angenommen, ohne dabei viel zu verlieren. Im Gegenteil, Gewinne überall!
Im Großen gilt dies wie im Kleinen, gar im Klitzekleinen, etwa bei den – wir bewegen uns in der Küche – Kräutern. Hätte der Schriftsteller damals nicht das Audimax der Uni, sondern Hamburger Lebensmittelläden besucht, hätte er wohl krause Petersilie vorgefunden, mit etwas Glück Schnittlauch und Dill, oft aber auch nichts (besonders nicht in der Zeit des…
