Ach, Britney Spears, ihre Teenager-Jahre, lange her, wunderbarer Kaugummi-Pop, „Baby, one more time“. Danach ein paar Skandale, die Pop-Prinzessin taumelte und irrlichterte durch die Öffentlichkeit und führt heute einen Prozess, damit sie, bald 40, endlich aus der Vormundschaft ihres Vaters herauskommt.
Mit einer „Free Britney“-Demonstration fängt die Dokumentation „Framing Britney Spears“ an, also irgendwie kein Musikfilm. Irrtum. Weitergucken, unbedingt. Denn nach den paar Minuten geht das richtig los, und selbst wer sich nicht für Britney interessiert, bleibt hängen. Weil es grauenhaft ist, die Vernichtung einer Frau, die zum Weltstar wurde, mit anzusehen. Der Film funktioniert wie eine Daumenschraube, die mit jeder Umdrehung und mit alten Interview-Ausschnitten zeigt, wie Spears von einer Medienwelt, von Interviewern und Moderatorinnen, von Paparazzi-Fotografen und Schlagzeilen-Jägern zerquetscht wurde. Ob sie noch Jungfrau sei, wurde sie öffentlich…