Wunderhübsche kleine Geschichte, die ich gerade in der „New York Times“ las: Durch den Morgennebel zwischen den Banyanbäumen des südchinesischen Xiapu wandert gemächlich ein Bauer, eine altertümliche Axt über der Schulter, einen Wasserbüffel am Strick führend. Dahinter ein zweiter Bauer mit einem Tragjoch auf den Schultern, die Eimer schaukeln sachte im Gegenlicht. Was für ein Bild! Die Bauern gehen nach links ab, kehren um, gehen nach rechts, drehen um, gehen nach links, gehen nach rechts, gehen … „Danke, das genügt!“
Denn in der Tat, ein Bild ist es, das hier inszeniert wird: ein Fotomotiv für Hunderte von Touristen, die täglich an dieser Stelle abgeladen werden, um traditionelles chinesisches Landleben zu dokumentieren. Sie passieren große Tafeln, auf denen das zu knipsende Foto schon mal vorab gezeigt wird, und werden von Guides…
