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Zwei Körper hat der König. Einen leiblichen, gebrechlichen, der anfällig ist für Krankheit, Leid und Tod. Und einen unsterblichen, allgegenwärtigen: der König als politische Instanz, die über das Ende hinaus wirkt. Der König ist tot, es lebe der König! Was der berühmte Historiker Ernst H. Kantorowicz (1895–1963) für die Herrscher des Mittelalters feststellte, gilt natürlich auch für Königinnen. Diesen zweiten Körper anzunehmen, die eigene Fehlbarkeit mit der Unfehlbarkeit der staatlichen Instanz in Einklang zu bringen – davon zeugen die Königsdramen Shakespeares oder auch in jüngster Zeit eine Fernsehserie wie „The Crown“, die das Leben der Queen minutiös und geradezu intim nachzeichnet. Kein Zuschauer beneidet Elizabeth II da noch um ihre Privilegien: Am Ende ist Königin- oder König-Sein nichts, was man sich wünscht. Mit der Zuckerwelt der Märchenschlösser hat der Job…
Was gibt uns Halt? Die Gemein schaft der Menschen, ihre Weisheit, ihr soziales Engagement, ihre Freundlichkeit und ihre Solidarität. Gisbert Zalich, Bremen Ihre Meinung interessiert uns! In sozialen Medien: facebook.com/stern Per E-Mail: briefe@stern.de Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen und auch elektronisch zu veröffentlichen. Bitte geben Sie Namen und Anschrift an. stern Nr. 51/2021, „Alle hoffen auf Erleuchtung“, Bericht über Glauben und Spiritualität in Deutschland Ein heller Stern Die Titelgeschichte von Rolf-Herbert Peters ist ein heller Stern im stern. Habe ich gern gelesen und fühle mich wahrlich erleuchtet. Danke! Dr. Andreas Wildhagen, Kiel Wichtiger als Gott? Die Krise der Kirche fängt nicht erst mit dem sexuellen Missbrauch an! Sie fing dort an, wo Kirche sich selber wichtiger nimmt als Gott und die Menschen! Wolfgang Zopora, Pfarrer,…
Über das Aufhören und das Anfangen Passender könnte die Adresse kaum sein: Um eine der bekanntesten Kolumnistinnen Deutschlands zu treffen, fuhren Helen Bömelburg (links) und David Baum nach „Neuland“ an der Ostsee. Dort lebt Meike Winnemuth in einem Strandhäuschen und tut nichts lieber, als über die vielen Experimente ihres Lebens zu schreiben. Sie reiste ein Jahr um die Welt, gab sich auch mal als reiche Erbin aus oder bestellte einen Callboy ins Bett. Für den stern schrieb sie seit 2013 ihre Kolumne „Winnemuth“, die Leser dazu anregte, selbst Neuland zu betreten. Winnemuths letzte Kolumne erscheint in dieser Ausgabe. Das Gespräch übers Aufhören und Anfangen lesen Sie auf Seite 48. Beim Löwen auf der Krim Eigentlich wollten die russische Fotografin Elena Chernyshova (l.) und stern-Reporterin Bettina Sengling mit Zoo-Inhaber Oleg Subkow…
GROSSBRITANNIEN KATERSTIMMUNG Boris Johnson, hier in seiner Lieblingsrolle als rüpelhaftes Rumpelstilzchen, musste sich bei einer seiner letzten Schlachten des Jahres Mitte Dezember im britischen Unterhaus gestenreich gegen seine Widersacher verteidigen – auch aus den eigenen Reihen. Ebenfalls wenig glorreich entwickelt sich der Brexit. Das Herzensprojekt der Konservativen hat sich für viele Briten nicht nur als Enttäuschung entpuppt, sondern auch seine Funktion als Wählermagnet verloren. Nach einem Jahr voller Chaos und Lügen scheint ein Hauch von Vernunft in die britische Politik zurückzukehren. Und die war noch nie Boris Johnsons Stärke. ITALIEN MONSTRÖS Drohend blickt das Ungeheuer auf die junge Frau. Doch keine Angst: Es wird weder losbrüllen noch Feuer speien oder sein Opfer vertilgen. Schließlich befinden wir uns nicht in einer Folge von „Game of Thrones“, sondern im malerischen Lavarone in…
Am Ende dieses Sommers, der in weiten Teilen so herrlich normal,frei und fast wie früher war,spürte man noch etwas anderes: Mit dem alten Leben kam der alte Wahnsinn wieder, das Gehetztsein, der überladene Alltag.Die Flughäfen waren wieder zu voll, die ICEs sowieso,einmal hörte ich sogar diesen Spruch: Ich könnte wieder einen Lockdown vertragen. Das war natürlich nicht ernst gemeint, es war nur ein Zeichen: Da war doch was. Es war die Erinnerung an die Einsichten, die diese Pandemie bei allem Tod und Schrecken gebracht hatte: Wir waren runtergekommen, hatten innegehalten, das Leben wieder gespürt, Zusammenhalt erlebt, Familie gelebt, Alltag entrümpelt. So wie die Luft klarer und der Himmel blauer geworden waren, wurde unser Leben ruhiger und intensiver. Wir waren auch schneller geworden, digitaler,es gab den „Booster im Büro“,den ganzen,oft erzählten…
HOFFNUNG FÜR TROPEN Jedes Jahr wird weltweit eine Fläche tropischer Wälder abgeholzt, die fast halb so groß ist wie Deutschland. Die Wälder verfügen aber über erstaunliche Regenerationskraft, selbst von Kahlschlägen können sie sich rasch erholen. „Schon nach 20 Jahren haben sie fast 80 Prozent der Merkmale wieder, die wir typischerweise in alten Regenwäldern finden“, so die Forscher einer internationalen Studie. Digitale Psychotherapie hilft Onlinetherapien haben in der Corona-Zeit großen Zulauf. Bei vielen Angeboten werden Hilfesuchende nicht permanent von einem Therapeuten begleitet, sondern auch mithilfe von Aufgaben oder Fragebögen. Eine Gruppe von Forschern hat nun untersucht, was diese Angebote taugen. Das Ergebnis: Bei leichten und mittelschweren Depressionen kann eine digitale Behandlung wirklich helfen. Da nicht alle Menschen, die eine Psychotherapie brauchen, auch einen Platz bekommen, stellt die Onlinevariante oftmals eine erste…