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Science
GEO

GEO 01/2020

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequency:
Monthly
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12 Issues

in this issue

2 min.
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, wir leben, so heißt es, in einer Welt, in der Wahr und Falsch nicht mehr sicher zu unterscheiden seien. Im postfaktischen Zeitalter. Wir bei GEO teilen diesen Fatalismus nicht. Sondern wir nehmen für uns in Anspruch, Wahrheit und Lüge hinreichend zuverlässig sortieren zu können. Eine Sphäre anderer Art aber betreten wir mit unserer Titelgeschichte: Bei den ganz großen Fragen der Menschheit wird das Wissen brüchig – nicht, weil es bedroht wäre von der Unwahrheit, sondern weil es herausgefordert wird durch Noch-nicht-wissen-Können. Was war vor dem Urknall? Da versagen gewöhnliche Denk-Mittel (Seite 56). Und doch lässt sich auch darüber einiges sagen, getreu jenem verwunderten Ausspruch von Albert Einstein: „Das ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit.“ Wir sind halt, wie der Evolutionspsychologe Steve Stewart-Williams sagt: der einzige Affe,…

2 min.
unterwegs

Konspirative Zusammenkunft Ein Geheimbund der Egungun nahm Fotograf Stéphan Gladieu auf Während die Feiernden im Hintergrund Trommeln, Tamburine und Glocken schlugen, durfte Stéphan Gladieu (l.) mit Alagba Odje Lazard Adémola (M.), dem Häuptling aller Kloster rund um die Stadt Sakété im Süden Benins, und zwei Priestern sprechen. „Man muss ihre Codes respektieren und ständig auf der Hut sein“, erzählt Gladieu über seine Recherche in Westafrika. Dort zelebrieren Geheimbünde den Kult der Egungun: Maskentänzer, die, dem Glauben nach, Botschaften von den Toten überbringen. Gladieus Mühen lohnten sich: „Schließlich erklärten mir einige Würdenträger, es sei keineswegs ein Zufall, dass ich da sei.“ Der Fotograf nahm sogar an Ritualen teil. Seite 110 Sonnenbad mit Anneliese Es war ein goldener Oktober, als Fotograf Jonas Wresch die Seenotretter auf Amrum besuchte. Sturmfahrten erlebte er deshalb nicht mit – dafür…

3 min.
resonanz

GEO-AUSGABE NOVEMBER 2019 Humboldt und Darwin Die Idealisierung von Charles Darwin zulasten Alexander von Humboldts, vor allem die ärgerliche Parteinahme zugunsten des Ersteren wird keinem von beiden gerecht. Aus der Sicht von heute entworfen, ist der Artikel zweifellos unhistorisch! DR. P. RIDDER, VIA E-MAIL Es scheint mir durchaus normal, dass Forscher in der Vergangenheit Erkenntnisse aufeinander aufbauend entwickelt haben. Noch üblicher scheint es mir heute zu sein. Vor gut 200 Jahren mag es auch noch nicht en vogue gewesen sein, Fußnoten in der heutigen Form und Anzahl aufzuführen. Die Ausführungen sind daher sicherlich interessant und auch geeignet, sich kritisch mit Humboldt auseinanderzusetzen. Dass GEO jedoch dieser einseitigen Kritik so viel Raum gibt, ohne die herausragenden Leistungen Humboldts in einem weiteren Artikel gegenüberzustellen, enttäuscht mich maßlos! BASTIAN KOECKE, KÖLN Darwin ist evolutionstheoretisch gewissermaßen ohne Humboldt nicht denkbar.…

1 min.
geo leserservice

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2 min.
kosmos

USA Grenzgebirge zur Arktis Südlich der Brookskette öffnet sich Alaska zu einer weiten grünen Ebene, durchzogen von Flussläufen, bewachsen mit Schwarzfichten und Arktischem Mohn. Der rund 2800 Meter hohe Gebirgszug schützt das Binnenland vor den Stürmen, die von den Eismeeren heranbrausen. Nördlich der Berge erstreckt sich bis an die Küstenlinie arktische Tundra, die Heimat von Karibus und Eisbären. Dort möchte die amerikanische Regierung Gebiete für Ölbohrungen verpachten, obwohl die Region seit 1960 als Arctic National Wildlife Refuge geschützt ist GHANA Freudentanz am Feiertag In ihrer Sonntagskleidung spielen Ifeoma (l.) und Stella in einer Seitenstraße in Ghanas Hauptstadt Accra. Sie sind beide elf Jahre alt. Ifeoma geht neben der Schule arbeiten – wie viele Kinder in Ghana: In der Stadt verbrennen sie Elektroschrott, auf dem Land ernten sie Kakaofrüchte auf Plantagen. Weltweit ist die Kinderarbeit allerdings…

2 min.
himmelhoch strahlend

Jedes Jahr im Dezember erstrahlt der nordamerikanische Kontinent: Abertausende Lichter funkeln dann in den Nachthimmel – ihr Leuchten ist sogar im All zu sehen. Forscher der Weltraumbehörde NASA fanden heraus, dass zur Adventszeit viele Regionen der USA um 30 bis 50 Prozent heller strahlen als während der restlichen Monate. Vor allem in ländlichen Regionen und in den Vororten sei das Phänomen zu beobachten: Dort besitzen Menschen größere Grundstücke, die sie weihnachtlich dekorieren können. Und das tun Amerikaner gern und ausgiebig: Durchschnittlich rund 70 Dollar gibt jeder Erwachsene in den USA jährlich für Weihnachtsschmuck aus. Krippenfiguren und Christbaumkugeln, Lichterketten und Lebkuchenmänner zieren dann nicht nur das heimische Wohnzimmer; manchmal tun sich Nachbarschaften zusammen und dekorieren ganze Straßenzüge. Besitzer besonders fantasievoll verzierter Anwesen verlangen von Besuchern sogar Eintrittsgeld. Einige Familien beschäftigen professionelle Dekorateure:…