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GEO

GEO 02/2020

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequency:
Monthly
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12 Issues

in this issue

2 min.
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, sie nennen sich „Volk des Mittagslichts“ – und wahrlich, sie bringen ein Leuchten in die Welt. Die Sarayaku kämpfen für den Erhalt ihrer Heimat, des ecuadorianischen Regenwaldes, und sie tun dies besonders wirkungsvoll – nämlich mit den Mitteln ihrer Gegner: mit neuesten Technologien und mit erstklassiger Bildung. Viele jüngere Sarayaku verlassen vorübergehend den Regenwald, um zu studieren, Rechtswissenschaft, Informatik, Biologie, damit sie den Ölkonzernen Paroli bieten können; sie patrouillieren, um den Wald zu überwachen und vor dem illegalen Zugriff der Baumfäller zu schützen; sie sind global vernetzt, und sie melden sich lautstark zu Wort bei jenen Konferenzen, auf denen ihre Heimat aufgeteilt und verkauft wird, von denen sie selbst jedoch bislang ausgeschlossen waren. Ein traditionelles Volk im 21. Jahrhundert. Vielleicht erwirken solche Kämpfer mehr für den tropischen Regenwald…

1 min.
unterwegs

Auf Patrouille im Regenwald Mit Speer und Hightech behaupten sich die Sarayaku gegen Eindringlinge In schweren Gummistiefeln marschierte Jan Christoph Wiechmann (2. v. r.) durch Bäche und Sümpfe im ecuadorianischen Dschungel; immer der Truppe hinterher. Tagelang begleiteten er und Fotograf Nicola Frioli (2. v. l.) Teams der indigenen Sarayaku auf ihren Streifzügen. Der Stamm fungiert als Schutzeinheit für das gesamte Volk der Kichwa: „Waldwächter“ wie Galo Manya, Lenin Santi und Joaquín Manya (v. l.) verteidigen ihre Heimat gegen Öl- und Bergbaukonzerne. Sie sind bestens organisiert und ausgerüstet – mit GPS-Geräten, Infrarotsensoren und Schusswaffen. Doch sie vertrauen auch auf Visionen, Stimmen ihrer Vorfahren und uraltes Wissen über den Wald. „Wenn man sie beim Studieren der Pflanzen und Pfade beobachtet, wird einem klar, warum sie die besten Beschützer des Regenwaldes sind“, so Wiechmann. Seite…

4 min.
resonanz

GEO-AUSGABE DEZEMBER 2019 Cortés und die Azteken Wer sich für diese historische Episode interessierte und gewohnt ist, kritisch zu denken, hat – auch in Ermangelung besserer Quellen – durchaus postulieren können, dass die einseitig verbreitete Version nur ein weiteres Kapitel in der Reihe verfälschter Geschichtsschreibungen darstellte. Solche zu entlarven, ist verdienstvoll. Für die Artikelrecherche gebührt Ihnen daher lobender Leserdank. DR. FRANK RAWER, VIA E-MAIL Ich bin erschrocken über diesen Artikel und sein Narrativ, das mir weit weg von der nötigen kritischen Auseinandersetzung scheint. „Doch die Europäer haben die Geschichte aufgeschrieben“ – und das wiederholt der vorliegendende Artikel. Warum bekommt nicht wenigstens heute jemand aus Mexiko das Wort? Gibt es wieder nur (alte) weiße Männer, die etwas zur Geschichte zu sagen haben? Der Artikel verfestigt den Eurozentrismus. Ein bisschen critical whiteness und Bewusstsein über die…

1 min.
geo leserservice

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1 min.
kosmos

NORWEGEN Renn-Tier Sobald sich die Box öffnet, sprintet der Rentierbulle los. Ohne Mühe zieht er den Skifahrer über den Schnee und beschleunigt dabei auf mehr als 40 Kilometer pro Stunde. Das Gespann aus Tundrahirsch und Mensch startet beim alljährlichen Rentierrennen während des Osterfestivals der Samen im äußersten Nordosten von Norwegen. Vor dem Wettkampf suchen die Hirschbesitzer unter dem Schnee nach Moos und Flechten – Kraftfutter für die genügsamen Tiere PERU Maskiert im Gotteshaus Zu Hunderten strömen Gläubige in die Kirche der Kleinstadt Urubamba. Wie in jedem Jahr huldigen sie ihrem Schutzpatron, Señor de Torrechayoc. Das Fest ist einer von zahlreichen religiösen Feiertagen in den Andendörfern Perus. Oftmals vermischen sich dabei Legenden der Inka und Gleichnisse aus der katholischen Glaubenswelt. Die Prozessionen bewachen ukukus: Sie tragen weiße Wollmasken, mit ihren Peitschen züchtigen sie Teilnehmer, die aus…

4 min.
aus liebe zum status

Auf den Komoren zelebrieren die Menschen pompöse Hochzeiten. Auch weil ihnen mit einer »Grand Mariage« Privilegien zuteil werden Auf einer hölzernen Thronsänfte tragen vier Männer Dhinourayni Ali Kassim Ali Mbaliya durch die Straßen von Domoni, einer Stadt auf der Komoreninsel Anjouan. Schützend hält ein Begleiter seinen roten Sonnenschirm über den Bräutigam. Beinahe zwei Wochen dauert die Hochzeitszeremonie zu Ehren Ali Mbaliyas und seiner Braut Badaant el Mounyrou. Auf den Komoren, einer Inselgruppe zwischen Mosambik und Madagaskar, ist eine so lang andauernde Hochzeit nicht ungewöhnlich. Die Komoraner vollziehen zwei Arten der Eheschließung: eine kleine Trauung gemäß der islamischen Tradition und die „Grand Mariage“. Bei dieser Großen Hochzeit finden über mehrere Tage Partys, Tänze, Prozessionen und Rituale statt. Das kann mehrere Zehntausend Euros kosten – in einem Land, in dem sich knapp ein Viertel…