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Häuser

Häuser

02/2021
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"HÄUSER ist das Premium-Magazin für moderne Architektur und Design. Kein anderes Magazin bietet so viele Hausreportagen mit opulenten Bildstrecken von renommierten Fotografen und mit kenntnisreichen Texten. Dabei widmet sich eine Ausgabe schwerpunktmäßig verschiedenen Themen wie „Umbau“, „Wohnen auf dem Land“ oder „Villen“, ergänzt von weiteren Domizilen, die das ganze Spektrum anspruchsvoller Wohnarchitektur zeigen. Zusätzlich liefert HÄUSER ausführliches Planmaterial, Grundrisse, Detailinformationen über Materialien und Bautechnik – kurz: absolute Kompetenz im Detail. Der Hefteinstieg „Arena“ widmet sich überraschenden und interessanten Meldungen aus dem Bereich Architektur und Design, im „Forum“ werden Trends und neue Produkte vorgestellt aus wechselnden Bereichen wie etwa Bad, Küche, Böden, Licht oder Outdoor. Dabei kommen Experten der Branche zu Wort, werden neue Technologien vorgestellt und Entwicklungen erklärt."

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Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequency:
Bimonthly
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6 Issues

in this issue

2 min.
es geht auch besser

Liebe Leserin, lieber Leser, Wir brauchen nicht darum herumzureden: Die Baubranche im Allgemeinen und das Einfamilienhaus im Besonderen haben nicht gerade den besten Ruf, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Das Bauen und Unterhalten von Gebäuden verursacht 40 Prozent der globalen CO2- Emissionen. Die Klimabilanz vieler Rohstoffe, die dafür benötigt werden, ist fatal, und von dem ganzen Abfall, der sowohl während des Bauens als auch beim Abbruch von Gebäuden entsteht, möchte man gar nicht erst reden. Müssen wir aber. Weitermachen wie bisher, garniert mit etwas Bauscham, ist keine Alternative. Auch das Einfamilienhaus als Typus zu verteufeln, weil es vermeintlich mehr Ressourcen verbraucht als andere Wohnformen, hilft nicht – denn offensichtlich bietet es Qualitäten, die 83 Prozent der Bevölkerung so attraktiv finden, dass sie entweder in einem solchen wohnen oder es sich zumindest…

3 min.
klassenziel erreicht

ES IST EIN PROJEKT mit Sendungsbewusstsein. Das Einfamilienhaus in einem Vorort von Lawrence, Kansas, besteht aus drei schmucklosen Baukörpern mit Giebeldächern, die, zu einer Reihe verbunden und komplett in braune Laminatplatten gehüllt, das lange, schmale Grundstück durchmessen. Form und Verkleidung sind von Scheunenbauten in der Region inspiriert, zugleich aber abstrakt genug, um Grundsätzliches zu signalisieren. Sie sagen: „Haus“, „Energiesparen“ und auch: „Verdichtung“. „UMGEBUNG UND UMWELT VERÄNDERN SICH. ARCHITEKTUR IST DABEI ENTSCHEIDEND“Dan Rockhill, Gründer Studio 804, University of Kansas Für das „722 Ash Street House“ gab es keinen Auftraggeber, aber 21 Architekten. Der Entwurf stammt vom Studio 804, einem gemeinnützigen Büro, das zur Architekturfakultät der University of Kansas gehört und als Praxisparcours dient: Jahr für Jahr können Studierende der Abschlussklasse dort ein komplettes Bauprojekt von der Planung über Bauanträge und Materialbeschaffung bis zu…

4 min.
die zukunft der stadt ist grün

Sechzig Prozent der Weltbevölkerung werden 2030 in Städten leben. Schon heute verbrauchen Ballungszentren 75 Prozent der weltweiten Ressourcen und erzeugen 70 Prozent der CO2- Emissionen. Es liegt auf der Hand: Die Begrünung von Fassaden, Dächern und Balkonen ist nicht bloß Trend, sie ist notwendig, um das Leben in der klimawandelgestressten Stadt attraktiv zu machen. Denn Pflanzen, ob in Parks, Straßenzügen oder auf Dachgärten, fördern nicht nur unser Wohlbefinden. Gründächer und -fassaden verbessern das Mikroklima und die Energiebilanz von Gebäuden, weil sie Regenwasser speichern, im Sommer gegen Überhitzung wirken und im Winter vor Kälte schützen. Sie filtern Feinstaub, dämpfen den Umgebungslärm, bieten Bienen, Insekten und Vögeln einen Lebensraum und ermöglichen sogar die lokale Versorgung mit Lebensmitteln. Manche Verwaltung hat die Relevanz der Stadtbegrünung längst erkannt. So ist es in Singapur bei jedem…

3 min.
arena design

VERBRIEFT: VISIONÄRE IDEEN Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis prämiert zukunftsweisende Projekte, 2021 erstmals auch in der Kategorie Einrichtung und Design. Diese Entwürfe wurden zu Siegern gekürt Was macht ein verantwortungsvolles Möbel aus? Die Liste der Kriterien, nach denen der Preis vergeben wurde, reicht von Reparierbarkeit, Langlebigkeit und Zeitlosigkeit bis zu ressourcenschonender Verpackung, Kreislauffähigkeit, Materialinnovation und Rezyklierbarkeit. Prämiert wurden in diesem Jahr unter anderem 1| Studio Wye als Vorreiter mit seinen Möbeln aus „Neolign“, einem neuartigen, aus Holzspänen gewonnenen Material, 2| Midgard Licht für die von Stefan Diez entworfene Leuchte „Ayno“, die fast vollständig kreislauffähig ist, und 3| Thonet mit dem Wiener Kaffeehausstuhl „214“ in der Kategorie Ikonen. Das 1859 von Michael Thonet entworfene Bugholzmöbel gilt als Ursprung der Serienfertigung und wurde platzsparend in Einzelteile zerlegt verpackt. NACHHALTIGKEITSPREIS.DE DER MAESTRO KANN ÖKO Designklassiker sind schon aufgrund ihrer…

2 min.
„patina ist ein gestaltungsprinzip“

HÄUSER David Chipperfield Architects ist generell einer dauerhaften Architektur verpflichtet. Wie zeigt sich dieser Anspruch in Zürich? JAN PARTH Dauerhaftigkeit ist auch Nachhaltigkeit und somit ein entscheidender Punkt in der Herangehensweise an so ein Projekt, das kein Spekulationsobjekt ist, sondern einen gesellschaftlichen, kulturellen Beitrag leisten soll. Wir haben gelernt, dass traditionelle Verarbeitung, die permanent weiterentwickelt wurde, diesem Anspruch auf vielen Ebenen gerecht wird. So ist die Fassade des Kunsthauses mit einem regionalen Kalkstein in Handarbeit gemauert. Wir arbeiten ebenso bewusst mit dem Alterungsprozess der Materialien. Patina ist ein Gestaltungsprinzip. Nachhaltig ist bei diesem Bau auch die Verwendung von Recyclingbeton. Wie waren Ihre Erfahrungen? Das Thema Recyclingbeton war für uns neu. Wir empfanden es als Herausforderung, gute Lösungen zu finden. Am Ende konnten wir den Anforderungen an Traglasten und Erdbebensicherheit gerecht werden und sind…

1 min.
gutes bauen macht schule

Lehmziegelmauern, ein tief herabgezogenes Strohdach und ein großer Innenhof: Das ovale Gebäude der Fass School wäre ohne die traditionelle senegalesische Architektur nicht denkbar. Von ihr ließ sich die New Yorker Architektin und Harvard-Professorin Toshiko Mori nicht zum ersten Mal inspirieren. Zuvor hatte sie schon ein viel beachtetes Kulturzentrum im Süden des Landes gebaut. Nun also eine Schule für 300 Kinder, die aus 110 Dörfern zusammenkommen und hier einen Ort zum Lernen und für Gemeinschaft finden. Fotos Iwan Baan (2), Ivar Kwaal (2)…