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艺术与建筑
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10/2020 Gebäudehüllen / Building Envelopes

-----DETAIL ist die internationale Zeitschrift für Architektur + Baudetail. Sie erscheint 10-mal im Jahr. Zusätzlich erscheinen die Sonderhefte DETAIL Green für nachhaltiges Bauen, DETAIL Structure als Schnittstelle zwischen Architekten und Bauingenieuren und DETAIL Inside mit allen relevanten Aspekten der Innenarchitektur. Das Fachmagazin wird in mehr als 90 Länder als bilinguale deutsch-englische Ausgabe geliefert. DETAIL bietet Dokumentationen und Informationen zu Bauobjekten aller Kategorien. Schwerpunkt: Das Detail im konstruktiven und architektonischen Zusammenhang. -----DETAIL is the international journal dedicated to architecture and construction details. Each issue focuses on a particular aspect of design, such as constructing with concrete, roof structures, etc. Emphasis is placed on presenting designs in great detail, and complementing these with drawings in practical scales and superb photographs that illustrate real world examples from near and far. Detail German/English Edition is published 10 times per year (+ special issues DETAIL Green, DETAIL Structure and DETAIL Inside).

国家:
Germany
语言:
German
出版商:
DETAIL Business Information GmbH
出版周期:
Monthly
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10 期号

本期

3
transparenz revisited transparency revisited

Für die Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie standen David Chipperfield Architects Berlin vor der Herausforderung, soviel wie möglich von Mies van der Rohes ikonischem Original aus den 1960er-Jahren zu erhalten und die filigrane Stahl-Glas-Fassade gleichzeitig an heutige technische Anforderungen anzupassen. Ein schwieriges Unterfangen, das durch sorgfältige Recherche und minutiös entwickelte Details gelingt. Im Sommer 2021 soll das Gebäude am Kulturforum in Berlin wieder eröffnen, in unserem Technik-Beitrag erläutert Julia Liese die Details der Sanierung. Weitere aktuelle Beispiele in unserer Oktober-Ausgabe zu Außenhüllen führen Sie von Berlin nach Marseille und von Antwerpen nach Vorarlberg. Kaleidoskopartig spiegelt sich die Umgebung des Berliner Hauptbahnhofs in der Fassade des neuen Bürogebäudes von 3XN. Unterschiedlich geneigte Glasdreiecke umhüllen den kubischen Solitär und lassen Luft in den Fassadenzwischenraum strömen. Für den Wohnturm L’Arbre Blanc in Marseille war ein…

7
13 geschosse für die kunst

13 Floors for Art Drei Angestellte und ein Rottweiler statt einer Alarmanlage: Für ein Museum von Weltrang ist das eine eher behelfsmäßige Personalausstattung. Doch sie verdeutlicht die bescheidenen Anfänge des Osloer Munch-Museums im Jahr 1963. Das Haus im Stadtteil Tøyen war von Anfang an zu klein für den riesigen Fundus von 28000 Objekten, die der norwegische Maler Edvard Munch bei seinem Tod 1940 der Stadt vermacht hatte. Eine dauerfeuchte Holzkonstruktion und Kunstdiebstähle aufgrund eklatanter Sicherheitsmängel waren stetige Begleiter in der Geschichte des Museums. All dies soll mit dem Museumsneubau von Estudio Herreros am Ufer des Oslofjords nun der Vergangenheit angehören. Gemeinsam mit dem Opernhaus von Snøhetta und der unlängst eingeweihten Deichman-Bibliothek von Lund Hagem und Atelier Oslo bildet es eine Trias prominenter Kulturbauten im Stadtteil Bjørvika, der sich in den letzten 15…

4
treppauf, treppab: fidelio

Upstairs, Downstairs: Fidelio For the 250th birthday of Beethoven, a production of his opera “Fidelio” was directed by Christoph Waltz, with a stage set designed by Barkow Leibinger. Fast auf den Tag genau 214 Jahre nach der Uraufführung von Beethovens einziger Oper im Theater an der Wien war Anfang März am selben Ort die Premiere der Neuinszenierung geplant. Wegen der Corona-Pandemie ersetzte eine TV-Aufzeichnung die Liveaufführung. Schauplatz ist ein Gefängnis in Sevilla: Leonore, getarnt als männlicher Wärter namens Fidelio, versucht ihren Mann Florestan, einen politischen Gefangenen, vor dem sicheren Tod zu retten. In Christoph Waltzs Inszenierung wird Florestans Stunt-Double noch vor dem ersten Ton der Ouvertüre von zwei Wachen über die Stufen einer Doppelhelixtreppe hinunter in den Kerker gestoßen. Barkow Leibinger haben die Raumskulptur, die den gesamten Bühnenraum des Theaters an der Wien ausfüllt,…

9
wohnen in singapur

Living in Singapore Singapur ist bekannt als tropischer, grüner und vielbevölkerter Stadtstaat, der sich in nur 55 Jahren vom kleinen Entwicklungsland zu einer der modernsten Metropolen der Welt entwickelt hat. Mit seiner jahrhundertealten, kolonialen Geschichte als geschäftiger Hafen und Umschlagplatz für Waren aus der ganzen Welt war Singapur schon immer ein Sammelbecken für die unterschiedlichsten Kulturen. Noch Anfang der 1960er-Jahre lebte der Großteil der Bevölkerung dicht gedrängt und unter unhygienischen Wohnbedingungen in den Slums entlang des Singapore River oder in den über die Insel verstreuten Kampungs, wie die Dörfer im Malaysischen genannt werden. Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, aber auch ethnische Unruhen führten zu politischen und sozialen Spannungen. Vom Kampung ins Hochhaus Mit der Gründung Singapurs im Jahr 1965 kehrten rigoros Recht und Ordnung ein. Durch das Housing Development Board (HDB), die singapurische Wohnungsbaubehörde, entstanden schon…

3
thom maynes erkundung der grenzen

Thom Mayne: Testing the Limits Thom Mayne schmückt sich gerne selbst mit dem Ruf des Bad Boy der amerikanischen Architektur. 1972 gründete der Architekt, Autor, Theoretiker und Hochschullehrer zusammen mit James Stafford das Büro Morphosis in Los Angeles und leitet es bis heute. Die Philosophie des experimentellen Thinktanks ist schon im Namen zu erkennen: Mit ihren Entwürfen möchten die Südkalifornier auf die rasanten Veränderungen der sozialen, kulturellen, politischen und technologischen Bedingungen des Lebens reagieren. Sie kombinieren die unterschiedlichsten Materialien und Formen, um ikonische Bauwerke wie das Universitätsgebäude der Cooper Union in New York, die Bill und Melinda Gates Hall für die Cornell University in Ithaca und nicht zuletzt das Bankgebäude für die Hypo Alpe Adria in Klagenfurt zu realisieren. Mayne ist Mitbegründer des Southern California Institute of Architects, er erhielt 2005 den…

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tageslicht in bestform

„Qualität hat nichts mit Größe zu tun und gute Architektur muss sich nicht verkleiden“: So urteilte die Jury über das Siegerprojekt des Velux Architekten­Wettbewerbs 2020. Mit äußerst geringem Budget haben die Architekten Amunt Martenson im Dachgeschoss eines Reihenhauses in Aachen neuen Wohnraum geschaffen. „Auch in einem Reihenhaus kann eine verdeckte Schönheit schlummern“, sagt Björn Martenson. „Es ist ein schöner Moment, wenn man die Bauherren überraschen kann und mit wenig Mitteln etwas ganz Besonders schafft.“ Der Dachgeschossumbau steht beispielhaft für eine Tendenz, die den Wettbewerb prägte: Nicht Prestige und ein hohes Baubudget waren für den Erfolg entscheidend, sondern ein überzeugendes Konzept und die intelligente Nutzung des Tageslichts. Unter dem Motto „Licht.Raum.Mensch.“ hatte Velux Architekten eingeladen, in Deutschland realisierte Bauten aus den vergangenen vier Jahren zum Wettbewerb einzureichen. Bei ihrer Sitzung Ende…