P.M. Magazin

P.M. Magazin 05/2021

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"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

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Paese:
Germany
Lingua:
German
Editore:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequenza:
Monthly
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12 Numeri

in questo numero

2 minuti
die tiefsee ist für uns wie der mond

Liebe Leserin, lieber Leser, als die britische Marine-Korvette HMS »Challenger« im Jahr 1872 zu einer einzigartigen Expedition in See stach, wussten die Menschen von der Unterwasserwelt der Ozeane kaum mehr, als sie von der Oberfläche des Mondes wussten. Es gab immer noch Gelehrte, die in den großen Ozeanbecken jene Stellen zu erkennen glaubten, an denen einst der Mond aus der Erde herausgebrochen sei. Viele waren sicher, dass weder Schiffswracks noch Kanonenkugeln noch die Leichen ertrunkener Seeleute jemals den tiefen Meeresboden erreichen könnten – weil das Wasser dort ja immens dicht sein müsse. Echtes, vielfältiges Leben unterhalb von 500 Meter Tiefe – diese Vorstellung fanden viele damals geradezu absurd. Die Challenger-Expedition trieb einen Riesenaufwand, um mit diesem Unwissen aufzuräumen: 260 Seeleute steuerten sechs Wissenschaftler dreieinhalb Jahre um die ganze Welt. Sie senkten Bleilote…

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zitate

»Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.« ARTHUR SCHOPENHAUER (1788–1860), deutscher Philosoph Eingesandt von Ullrich Herzau, Berlin »Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen.« WALT DISNEY (1901–1966), US-amerikanischer Trickfilmzeichner Eingesandt von Cornelia Bleckmann, per Mail Die Menschen verlieren zuerst ihre Illusionen, dann ihre Zähne und ganz zuletzt ihre Laster. HANS MOSER (1880–1964), österreichischer Volksschauspieler und Charakterdarsteller Eingesandt von Edith & Wilfried Ziermann, per Mail »Sobald die Natur uns gehorcht, werden wir Götter sein.« ANATOLE FRANCE (1844–1924), französischer Schriftsteller Eingesandt von Gabriele Rößler, per Mail »Ein jeglicher versucht sein Glück, doch schmal nur ist die Bahn zum Rennen.« FRIEDRICH VON SCHILLER (1759–1805), deutscher Dichter Eingesandt von Hans Fettke, Bahlingen HABEN SIE EIN LIEBLINGSZITAT? Schicken Sie es uns!…

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reaktion

P.M. ALLGEMEIN Gesammelte Werke Pandemie Was macht man, wenn einem als Rentner in diesem Lockdown die Decke auf den Kopf fällt? Richtig, Keller aufräumen. Doch bevor die seit über 30 Jahren gesammelten P.M.s ins Altpapier gehen, werden diese noch einmal durchgeblättert und die interessanten Artikel (eigentlich sind ja alle interessant) herausgetrennt und abgeheftet. Ein besonderes Déjà-vu hatte ich, als ich Ihre Jubiläumsausgabe »25 Jahre P.M.« vom November 2003 aufschlug und einen Artikel über einen gewissen Christian Drosten las, der das Sars-Virus entdeckte und an Coronaviren forscht (siehe oben). Man könnte aktuell manchem Politiker zurufen: Wenn ihr schon der Physikerin und dem Epidemiologen in euren Reihen nicht zuhört, hättet ihr wenigstens P.M. gelesen. H.-Werner Domnik, per E-Mail P.M. 04/2021 Visionen und Ideen Ring frei Zum Streitgespräch zwischen den Physikerinnen Heinemann und Hossenfelder: interessant und konstruktiv. Wo liegen heute die…

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blühende farbenpracht

UMWELT Der salzhaltige Xiechi-See ist auch als »Totes Meer Chinas« bekannt. Doch seine Salze bilden sich aus Sulfaten, nicht aus Chloriden: Daher ist der See in der nordchinesischen Provinz Shanxi lebensfreundlicher als sein Pendant im Nahen Osten. Sein auffälligster Bewohner ist die Grünalge Dunaliella salina. Unter dem Einfluss von Hitze oder durch einen Überschuss an Nährstoffen produziert die Mikroalge Karotinoide. Dann weicht ihre grüne Farbe einem Magenta, Orange oder Rot. Besonders intensiv leuchten die Farben hier in den flachen Verdunstungsbecken zur Salzgewinnung. Allerdings gilt im Xiechi-See wie auch andernorts: Vermehren sich die Algen zu stark, geht anderen Lebewesen der Sauerstoff aus.…

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kann man mit papier holz sägen?

PHYSIK Wer sich schon einmal die Haut an einem Blatt Papier aufgeschlitzt hat, weiß, wie scharf das Material sein kann. Doch kann Papier auch härtere Stoffe durchtrennen? Das hat die Experimentalphysikerin Andrea Navarro-Quezada an der Johannes Kepler Universität in Linz untersucht. Für ihren Versuch spannte sie ein gewöhnliches Blatt Papier wie ein Sägeblatt in eine Tischkreissäge ein. Ergebnis: Die improvisierte Papiersäge durchtrennte nicht nur dünne Holzleisten, sondern auch ein Lineal aus Kunststoff sowie ein festeres Kantholz. Der Grund liegt in der Zentrifugalkraft, also dem Bestreben der sich drehenden Papierscheibe, nach außen zu fliegen: Je schneller die Säge rotiert, desto steifer wird das Papier – und desto mehr Kraft hat das Blatt an seinem äußersten Rand. Im Experiment resultierte aus etwa zwei Gramm Papier eine Schnittkraft von 160 Newton. Das entspricht einer Gewichtskraft…

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güterzüge als messinstrument

GEOLOGIE Wo tonnenschwere Eisenbahnwaggons über Gleise donnern, vibrieren nicht nur Bahnschwellen. Auch das darunterliegende Erdreich beginnt zu schwingen und überträgt die Erschütterungen kilometerweit. Forscher der Universität Grenoble, Frankreich, haben mit deren Hilfe nun einen Teil der oberen Erdkruste kartiert. Dafür verwendeten sie ein Netz aus 1000 Seismografen, die in bestimmten Abständen zu einer Bahnstrecke in Kanada installiert wurden. Es zeigte sich: Die von den Zügen ausgelösten Schwingungen bilden immer gleiche Muster. Das Gestein der Umgebung wiederum bestimmt, wie sich die Muster unterirdisch ausbreiten. Die Messtechnik könnte zukünftig etwa dazu dienen, wertvolle Gesteine in der oberen Erdkruste aufzuspüren. FOTOS: SCREENSHOT YOUTUBE/JOHN HEISZ, ALAMY, THEUNIVERSITY OF QUEENSLAND (2); ICONS : P.M.…