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科学
GEOlino Extra

GEOlino Extra 74/2019

GEOLINO EXTRA befasst sich in jeder Ausgabe mit nur einem einzigen Thema aus den Feldern Mensch, Natur und Technik. So erschienen schon Ausgaben über Dinosaurier oder das Wetter, Erfindungen, Wüsten, Energie oder gar die Liebe. Diese Themen werden auf 100 Seiten – ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Kindermagazine – in allen nur denkbaren Facetten beleuchtet. Die journalistischen Darstellungsformen reichen von der Fotoreportage über Erklärstücke zu Interviews, Infokästen und Comicstrips, thematischen Spiel- und Bastelkonzepten.

:
Germany
言語:
German
出版社:
DPV Deutscher Pressevertrieb
刊行頻度:
Bimonthly
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この号

1
hallo!

»Als Kind habe ich zwar auch voltigiert, aber das ist gar nichts gegen Milena! Ich habe die Elfjährige für die Geschichte auf Seite 56 zu einem Mounted-Games-Turnier begleitet. Unglaublich, wie viel Mut sie dabei beweist. Sie hebt sogar Ringe vom Boden auf – in vollem Galopp! Als Fotografin musste ich ganz schön schnell sein, um den richtigen Moment nicht zu verpassen.« Melanka, Bildredakteurin »Diesmal erzählen wir euch was vom Pferd – auf den rund 90 Seiten dieser Ausgabe und in dem kleinen Heft, das vorn auf dem Cover klebt. Darin beantworten wir 15 schräge, kluge, witzige Pferdefragen, die ihr uns geschickt hattet. Beim Durchforsten der Einsendungen musste ich wirklich oft schmunzeln. Mein Favorit: Warum heißen Tigerschecken Tigerschecken, obwohl sie Punkte haben und keine Streifen? Ich wünsche euch viel Spaß mit der Antwort!« Simone,…

4
stolze gefährten

Zügellos Leben in Freiheit Übermütig bäumt sich ein Mustang in der nordamerikanischen Prärie auf. So frei wie hier lebten die Vierbeiner fast immer, seit vor vermutlich rund vier Millionen Jahren die ersten modernen Pferde auf dem Kontinent auftauchten (mehr dazu ab Seite 15). Von dort verbreiteten sie sich über den ganzen Erdball. Als Menschen begannen, die Tiere zu zähmen, verschwanden die Wildpferde jedoch nach und nach. Das vielleicht letzte, der Tarpan, starb um das Jahr 1900 aus. Seither gibt es nur noch Hauspferde, also vom Menschen gezüchtete Rassen. Weltweit wird ihre Zahl heute auf über 60 Millionen geschätzt. Manche Tiere leben allerdings wieder in Freiheit – so wie die Mustangs in den USA, deren Vorfahren vor Jahrhunderten ausgebüxt sind. Am Zug Ein treues Transportmittel Lange haben Menschen zu Pferden eine eher lockere Beziehung: Ab und…

9
startblock

ENTWICKLUNG Würde euch das Urpferd Hyracotherium 1 heute über den Weg trippeln – ihr würdet es wohl kaum als Vorfahr der modernen Pferde erkennen: Es ist gerade einmal so groß wie ein Fuchs und ähnelt eher einem Reh. Und es hat keine Hufe, sondern Zehen! Jeweils vier an den Vorder- und drei an den Hinterbeinen. Auf ihnen huscht Hyracotherium vor rund 50 Millionen Jahren in Nordamerika, Europa und Asien über den weichen Regenwaldboden. Es knabbert saftige Blätter und fällt mit seinem gefleckten Fell im Dickicht kaum auf. Doch im Lauf der Jahrmillionen verändert sich das Klima: Die Wälder lichten sich, der Boden trocknet ab. Bei einigen Nachfolgern von Hyracotherium bildet sich daher die vierte Zehe zurück. Vor rund 35 Millionen Jahren sind die Wälder schließlich komplett verschwunden. Das Land bedecken nun…

4
wo die wilden kerle wohnen

Der eisige Wind fährt in die Mähnen. Vor den Nüstern wolkt die Atemluft, ungeduldig scharren die Pferde mit den Hufen über die Holzplanken. Tagelang mussten sie an Bord stillstehen. Ausharren, im Rhythmus der Wellen, die schäumend an den Rumpf der Schiffe klatschten. Da, endlich ist Land in Sicht: Strände, lavaschwarz. Steile Klippen, dahinter Gletscher, Berge, manche spitz wie Pyramiden. Aus anderen dampfen schwefelige Gase in die Höhe. Schnee pudert die Vulkankegel in der Ferne. Die Insel, die die Wikinger im 9. Jahrhundert ansteuern, sie scheint rau und unwirtlich. Es ist ein Eiland für harte Kerle: Island. Sicher waren die Wikinger stark. Hartgesottene Seefahrer aus dem Norden, kriegerisch und gefürchtet. Auch einige der Pferde, die sie an Bord übers Meer schipperten, hatten sie vermutlich geraubt, als sie die Britischen Inseln überfielen. Und…

8
kollegen mit kaliber

Da kommen sie! Hunderte Fußballfans schieben sich die Straße entlang. Sie brüllen im Chor, recken die Fäuste. Ihre Mannschaft soll heute unbedingt gewinnen! Vorher aber muss die Gruppe ins Stadion gelotst werden, ohne Streit mit gegnerischen Fans anzufangen – eine Aufgabe für die Polizei. Auch Leo und Dörte Thies sind deshalb im Einsatz. Die beiden kennen einander seit 2014 und können sich aufeinander verlassen. „Leo ist wie ein Kollege für mich“, sagt Dörte Thies. Dabei trägt er gar keine Uniform, sondern braunes Samtfell, einen weißen Fleck auf der Stirn und schwarze Fesseln, so als wäre er in einen Farbtopf gestiegen: Leo ist ein Polizeipferd. Er und die 52-jährige Dörte Thies sind ein Team bei der Reiterstaffel Hamburg. Insgesamt gibt es in Deutschland zwölf solche Polizeieinheiten, deren Beamte nicht im Streifenwagen, sondern…

3
sollte man pferdefleisch essen?

DAFÜR Pferdefleisch ist gesund Ob als Wurst, Sauerbraten oder Ross-Roulade – Pferdefleisch schmeckt und ist gesund: Im Vergleich zu Rind enthält es nur halb so viel Fett. Gleichzeitig liefert es unserem Körper doppelt so viel lebensnotwendiges Eisen und fast dreimal so viel Kalzium. Vor Jahrtausenden haben die Menschen das bestimmt noch nicht gewusst, trotzdem zählt Pferdefleisch zu den ältesten Nahrungsmitteln unserer Geschichte. Höhlenmalereien weisen darauf hin, dass Pferde schon in der vergangenen Eiszeit eine beliebte Beute von Jägern waren. In der Antike ließen sich Perser Pferde schmecken. Selbst Reitervölker wie die Hunnen, die Mongolen und die Indianer schlachteten ihre Tiere. Auch heute noch greifen Menschen zu: In Japan gilt Pferdefleisch als Delikatesse, Franzosen können es im Supermarkt kaufen, und in Italien steckt es sogar in Babybrei. Deutsche hingegen essen europaweit mit am wenigsten…