Sie strahlt. Als Tina Roth Eisenberg die Bühne des kleinen Vorlesungssaals der Brooklyn Academy of Music in New York betritt, spürt man sofort ihre Begeisterung. In ihrer Stimme liegt ein leichtes Zittern, nicht aus Nervosität, sondern aus Vorfreude. Sie sagt, wie gespannt sie auf die knapp 300 Gäste und auf den Gastredner sei, der heute auf einem ihrer CreativeMornings über das Staunen sprechen wird. CreativeMornings, das ist eine kostenlose Vortragsreihe zum Frühstück, die Tina erfunden hat. Sie ist überschwänglich, wirkt dabei aber bodenständig, echt und vor allem mitreißend, wie sie morgens um 8.30 Uhr voller Energie über ihr Lebensmotto philosophiert: „The best way to complain is to make things.“ Das heißt konkret: Wenn Tina etwas nicht gefällt oder sie meint, es könnte besser gehen, jammert sie nicht, sondern nimmt die…
