Seit Martin Schulz an der Agenda 2010 rüttelt, wird viel über soziale Gerechtigkeit diskutiert. Schulz hat das Fass wieder aufgemacht, das die Große Koalition so schön einvernehmlich über Jahre geschlossen hielt. Entwichen ist die alles entscheidende Frage: Ist es wirklich fair, dass man nach langer Arbeit in kürzester Zeit zum Hartz-IV-Empfänger werden kann? Und tragen eigentlich alle dasselbe Risiko, wenn sie Fehler im Beruf machen und dadurch in eine Schieflage geraten?
Diese Frage beschäftigt gerade eine ganze Branche. Vor allem in Hamburg und Schleswig-Holstein. Es geht um die Reeder. Sie haben in den Boomjahren der Schifffahrt Multi-Millionen verdient. Die Banken trugen ihnen das Geld säckeweise hinterher, damit sie immer mehr Schiffe kaufen konnten. Maßlosigkeit auf Pump. Und irgendwann gab es zu viele Schiffe, die Frachtraten brachen ein, und der Jammer…
