„Der deutsche Finanzminister ist immer deutscher Finanzminister, auch wenn er Sozi ist“ Mitternacht, 10 055 Meter überm Meeresspiegel, 788 Stundenkilometer, auf der Höhe von Madeira. Noch elf Stunden bis zum Ziel. Olaf Scholz, Jeans, grauer Pulli, sehr relaxed, sitzt im kleinen Besprechungsraum der Regierungsmaschine „Konrad Adenauer“. Auf Flügen führt hier sonst die Kanzlerin ihre Hintergrundgespräche mit Journalisten. Ihr neuer Finanzminister, gerade vier Tage im Amt, ist auf dem Weg nach Buenos Aires, zum Treffen der G20-Finanzminister. G20? War da nicht was? Scholz hat das Desaster beim Gipfel in Hamburg im Sommer 2017 abgeschüttelt. Er lernt jetzt seine neuen Kollegen auf einen Schlag kennen, auf die harte Tour, 15 Stunden Hinflug, 36 Stunden Argentinien, 15 Stunden Rückflug. Zeit, über den neuen Job zu sprechen.
Herr Vizekanzler – wie hört sich…