Er hat etwas gegen das Finden. Fühlen ist gut. Fragen ist gut. Wertungen, Vorurteile, Bescheidwissertum: nicht gut. Deshalb hat es am Morgen bei der Drehortbegehung auch kurz geknallt. Wobei der Knall eher ein Schnitt gewesen ist, Kim Frank kann so etwas mit einem Blick, er muss nicht einmal den Kopf schütteln, der Blick bedeutet seinem Gegenüber, in dem Fall einem Crewmitglied: kein Wort mehr, danke. Schnitt.
Im Hamburger Schwulensexshop Mystery Hall dreht Kim Frank Szenen für seinen ersten Spielfilm. Die Geschichte von „Wach“: Zwei Teenager-Mädchen, Nike und C., beschließen, so lange wach zu bleiben, wie es geht. Warum? Weil sie es können. Beide kommen aus schwierigen Verhältnissen, Eltern und Schule kümmern sich kaum, Zukunft glitzert nicht verheißungsvoll, sondern wabert als mattgraue Androhung vor ihnen. Der Schlafverzicht soll eine pure, echte…
