Vor der Konzerthalle liegen leere Prosecco-Dosen und „Durstlöscher“-Tetrapaks. Von irgendwoher riecht es nach Marihuana. Viele Jugendliche, vor allem Mädchen und junge Frauen, Mittel- und Oberstufe, sind an diesem Samstagabend im Juli zur Halle 7 auf dem Messegelände in Bremen gekommen. Und viele Mütter und Väter, die gern im Raucherbereich neben der Halle stehen, mit Bier in der Hand. Die Mädchen sind oft stark geschminkt, die Jungs haben Pickel, Undercuts und Hoodies, die Kapuze auch mal überm Kopf, wie der Typ, dessentwegen sie alle hier sind: Capital Bra.
„Er ist Deutschlands erfolgreichster Rapper“, dröhnt eine Stimme durch die Halle. „Zwölf Nummer Eins Hits“, wird auf der Leinwand über der Bühne eingeblendet, irgendwo zwischen Kinotrailer und Powerpoint-Präsentation, und die Stimme dröhnt weiter: „Freut euch auf einen unvergesslichen Abend.“
Ein deutschsprachiger Rapper, dessen…