Nach etwa 40 Minuten kommt jene Szene, die dem Leben von Amy Winehouse die entscheidende Richtung in den Abgrund gibt. Sie ist so dicht und intensiv, dass man das Gefühl hat, die Frau, die da oben auf der Leinwand in einer Bar sitzt, steigt gleich herunter und setzt sich neben einen, um ihre wahrscheinlich 37. Zigarette an diesem Tag zu Ende zu rauchen. Sie bestellt sich einen Drink, und zusammen schaut man sich nun diesen „bloke“ an, wie die Engländer die primitive Ausgabe eines Mannes nennen, die da gerade durch die Tür gekommen ist und abcheckt, was es hier zu pflücken gibt. Bier oder Frau oder beides.
London, Stadtteil Camden, 2005, im damaligen Musik-Pub „The Good Mixer“, höhlenartiges Licht, verqualmt, Patina, Musicbox an der Wand, Billardtische. Ein Blick zur Frau…