stereoplay

stereoplay 03/2021

stereoplay ist das führendes Test- und Technik-Magazin für qualitätsbewusste und wissensdurstige HiFi- und Surround-Enthusiasten. stereoplay ist ideal für alle, die ganz genau verstehen wollen, wie HiFi funktioniert. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Tests edler Hardware und unglaublich gut klingender Lautsprecher aller Preisklassen. Zahlreiche, in Zusammenarbeit mit der TESTfactory entwicklte Messungen, belegen, was die erfahrenen Experten und Autoren in den redaktionseigenen Screening-Räumen hören. Wer guten Sound liebt, braucht stereoplay.

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País:
Germany
Idioma:
German
Editor:
Weka Media Publishing GmbH
Periodicidad:
Monthly
USD 6.08
USD 60.94
12 Números

en este número

1 min.
zeit für hifi

Schon aus der Tatsache heraus, dass sich stereoplay mit einem Aspekt der schönen Dinge im Leben beschäftigt, schreiben wir so wenig wie möglich über Bedrückendes oder Beunruhigendes. Doch so langsam dringt auch aus dem Kreis der Kollegen und Firmenvertreter eine Frustration über die aktuelle Lockdown-Situation durch. Was ich gut verstehen kann. Wann gibt es endlich wieder HiFi-Messen, wann können wir Händler besuchen, und uns mit Gleichgesinnten austauschen oder nur in großer Runde ungestört Hörtests durchführen? Für HiFi an sich hat die gewiss frustrierende Situation aber auch ihre guten Seiten. Immer mehr Musikhörer, die in den letzten Jahren kaum Zeit für das schöne Hobby hatten, beschäftigen sich mangels Alternativen mal wieder mit der eigenen Anlage zu Hause. Und kommen auf so manche Idee, was man austauschen, verbessern, umstellen oder optimieren könnte. Für den…

5 min.
energie-wände

Die Deutschen sind vom Gedanken an den Kohleausstieg geradezu fasziniert. Sie setzen für die nahe Zukunft allein auf die Hilfe von Luft und Sonne, während beispielsweise China ein Kohlekraftwerk nach dem anderen baut. Und auch die Briten haben mit Dekarbonisierung wenig am Hut – zumindest, wenn es um akustische Energieerzeugung geht. Bei der Acoustic Energy AE 520 bestehen sämtliche Membranen im Tief-, Mittel-und sogar im Hochtonbereich aus Kohlefaser. Die Schallwände der 113 cm hohen Standboxen sind mit Treibern von unten bis oben zugepflastert. Ein halbes Dutzend Chassis versetzt die schlanken, nur 18,5 Zentimeter breiten Säulen in die Lage, eine Menge Wind zu machen. Mit dieser Batterie von Treibern übertreffen die Briten sogar das Flaggschiff der 500er-Serie in Sachen Membranfläche. Die kleinere Schwester der AE 520, die in Ausgabe 11/19 getestete AE…

6 min.
revel’ yell

Einer US-amerikanischen High-End-Marke Bescheidenheit nachzusagen, kommt wohl eher selten vor. Doch Revel, einst vom Harman Konzern gegründet, stellten jahrelang ihre technologische Überlegenheit eher unter den Scheffel und waren eher Brancheninsidern für ihre schier unerschöpflichen Forschungsmöglichkeiten bekannt. In der öffentlichen Wahrnehmung dominierten derweil Marken wie JBL oder Infinity, auch weil die Revel-Boxen wie ihre Protagonisten in Europa trotz aller technischer Überlegenheit gern etwas bescheidener, audiophiler und stiller auftraten als die maskuline Konkurrenz. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute sind weniger breite XXL-Boxen gefragt als wohnzimmertaugliche elegante Standboxen. Und auch in der öffentlichen Wahrnehmung wird die Marke um Chefentwickler Kevin Voecks wieder lauter, was mit der Renaissance der Elektronik-Schwestermarke Mark Levinson zu tun hat. Zur neuen, erreichbaren 5000er-Serie dieser Legende passt die neue Performa-Serie von Revel nämlich exzellent, und wird auch entsprechend…

4 min.
luft nach unten

Wie richten wir uns ein in diesen Tagen? Mögen wir es flauschig-fett oder doch eher abgespeckt und reduziert? Die Frage hat natürlich Hintersinn. Denn genau jetzt schraube ich den Deckel des Vollverstärkers von Cambridge Audio auf. 5,1 Kilogramm sind für diese Bauart nicht wirklich viele Pfunde auf der Waage. Ich ahne viel Luft und kurze Signalwege. Und meine Prophezeiung tritt ein. Das könnte fast der Rekordhalter sein. Jener Vollverstärker AXA25 mit den kleinsten Bausteinen und der weitläufigsten Erscheinung. Trotzdem sehen wir einen deutlichen Class-A/B-Aufbau. Eben nur auf ein modernes Minimum reduziert. Links hinter dem Stromanschluss gibt es keinen fetten Ringkern, sondern einen fast niedlich-kompakten Transformator. Die Signalverwaltung sitzt direkt hinter der Front, dann ein Brückenschlag auf die Rückseite. Vier Cinch-Eingänge, zwei Lautsprecher-Ausgänge. 250 Euro Und doch wirkt der AXA25 grundehrlich. Auch verrät es…

5 min.
ein verstärker für batman

Wäre ich Batman – ich würde mir genau diesen Vollverstärker in mein Wohnzimmer stellen. Natürlich in Schwarz. Die Designer von Marantz haben hier eine wunderbare Hülle gezaubert. Die Front schimmert in kleinen Wellen – das wirkt magisch. Ganz stringent liegt aber davor eine massive Frontplatte mit allen Reglern und Informationen. Gibt es auch in Silber, aber Schwarz wirkt klar erotischer. Dazu liebt Marantz den Trick. Den tiefen Griff in die Überraschungskiste. Unser Lagerverwalter sagte mir: Ah, den M30 habe ich schon ausgepackt, er steht drüben im Regal. Mit einer gewissen Vorfreude laufe ich also los und erkenne sofort das Marantz-Logo. Jetzt sind die Muskeln gefragt. Meine Augen sagen mir, das ist ein Klassiker im 43-Zentimeter-Format. Das kann nicht wirklich schwer sein. Und dennoch sind es rund 15 Kilogramm – erstaunlich angesichts…

8 min.
wähle deine röhre

Allem Class-A-Geraune und dem angesagten Single-Ended-Trioden-Hype zum Trotz kommt für einen Röhrenverstärker immer der Moment der Wahrheit. Nämlich genau dann, wenn man den Lautsprecher anklemmt: Eine komplexe Last mit über der Frequenz variabler Impedanz und einem konstruktiv festgelegten Verhältnis zwischen zugeführter Energie und damit erzieltem Schalldruck. Und die Wahrheit ist auch, dass die Designer der großen Mehrzahl aktueller Lautsprecher dem Gesichtspunkt der Energie kaum noch Aufmerksamkeit schenken, steht doch praktisch unbegrenzt Verstärkerleistung zur Verfügung. Das führte dazu, dass sich einige der sündteuren Vollbluthengste des modernen High-End-Lautsprecherbaus nur dann vom Zuckeltrab in den Galopp bequemen, wenn ein halbes Kilowatt kombiniert mit dem Dämpfungsfaktor eines Schraubstocks zwischen Plusund Minusklemme hängt. Dass Röhrenverstärker in solchen Extremfällen nicht mehr angesagt sind, versteht sich wohl von selbst. Im großen Mittelfeld des Lautsprecherangebots tut der Tausch von…