Hunger nach Leben
Jede von ihnen hat eine Liebe begraben: Karline, die schüchterne Künstlerin, Lore, eine champagneraffine Fabrikantengattin, und Ziva, vor ihrer Pension als Kunstprofessorin tätig. Auf dem Friedhof, über den die Flugzeuge hinwegdonnern, treffen sie sich zufällig, bewaffnet mit Schäufelchen und Zierpflanzen. Als der Galerist Eduard Wettengel, ein alter Bekannter von Karline und ehemaliger Student von Ziva, ebenfalls auftaucht, kommt das ohnehin sensible Gleichgewicht der Trauernden ins Wanken. Kerstin Hensel schreibt über unsere Sehnsucht, dem Leben mehr abzutrotzen. So detailverliebt und farbig ihre Sprache ist, so zurückhaltend ist die Handlung dieser versponnenen Novelle.
256 S., 18 Euro, Luchterhand
Endeffekt
Drei Frauen treffen sich „Ein Wochenende“ lang, um das Haus der verstorbenen Freundin auszuräumen … Ein Knaller, wie entlarvend, doch liebevoll Charlotte Wood ihre Figuren behandelt – und das Trio…
