„Wir brauchen niemanden. Wir kommen allein klar.“ Mit solchen Sätzen brachten mich meine hochbetagten Eltern über Jahre zur Verzweiflung. „Kochen werde ich doch wohl noch können!“, empörte sich meine Mutter, während das Fleisch verbrannte und das Nudelwasser überlief, weil sie sich alle zwei Minuten hinsetzen musste. Hilfe im Garten, Essen auf Rädern, eine Reinigungskraft. All meine – wie ich fand – hervorragenden und mithilfe von Leistungen aus der Pflegekasse problemlos zu finanzierenden Hilfsangebote – prallten ab an einer meterdicken Wand aus Abwehr.
IRGENDWANN, ALS ICH SCHON AUFGEGEBEN HATTE, WILLIGTEN SIE EIN, lobten das Essen, das täglich pünktlich gebracht wurde, die nette Putzhilfe und den Mann, der die Hecke schnitt. Das hättet ihr auch einfacher haben können, grollte ich innerlich, erschöpft von den vielen Kämpfen. Damals nahm ich mir fest vor,…
