Nur noch ein paar Wochen, dann ist auch das zweite Corona-Jahr Geschichte. Es war, für mich und viele andere Eltern von Jugendlichen, das schlimmste Jahr, seit wir Kinder haben. Weil unsere Söhne und Töchter monatelang von allem abgeschnitten waren, was das Leben junger Menschen ausmacht: Schulbesuch, Kontakt mit Gleichaltrigen, Freizeitaktivitäten, Sport. Unsere Kinder, von denen wir das niemals für möglich gehalten hätten, haben mit Depressionen, Essstörungen, Ängsten und Schulverweigerung reagiert. Die Folgen beschäftigen viele von ihnen – und uns, ihre Eltern – auch noch Monate nach dem Lockdown.
Mein Sohn Samuel, 17, ist einer, der bisher immer alles gewuppt hat. Gesegnet mit einem sonnigen Gemüt und einer beneidenswerten Wurschtigkeit, nimmt er sich selten etwas sehr zu Herzen, und wenns doch mal ein Problem gibt, löst er das in der Regel…
