Es gibt vermutlich keinen einzigen Menschen auf der Welt, der nicht irgendwann einmal das Gefühl gehabt hätte, dass mit seiner Sexualität etwas nicht stimmt. Aber mit diesen kleinlichen Vorstellungen von dem, was „normal“ ist und was nicht, muss man sich nicht aufhalten: Man kann sie, im Gegenteil, als eine verlockende Gelegenheit verstehen, die Regeln zu brechen. In den Zwanzigern hatte ich herausgefunden, was ich will: eine Erotik mit einem Zärtlichkeitsbegriff, in dem eine Ohrfeige intimer sein kann als ein Streicheln. Eine Partnerschaft, in der Augenhöhe und Unterwerfung, Hingabe und Herrschaft nebeneinander stehen dürfen, sich ergänzen.
Mit 30 hatte ich mir erlaubt, das zu wollen. Mit 31 wusste ich, mit wem ich es will. Und mit 32 kam das Baby, ich brach mir bei der Geburt das Steißbein und hakte seine…
