ALEXANDRIA, HERBST 1937
Rein äußerlich wirkt Daphne du Maurier, Schriftstellerin, 30 Jahre alt, Mutter zweier kleiner Kinder, in diesen Tagen wie eine brave, britische Ehefrau aus der Oberschicht. Sie ist ihrem Mann, dem Generalleutnant Tommy Browning, und seinem Bataillon nach Ägypten gefolgt und absolviert dort allabendlich Empfänge und Einladungen an seiner Seite. Doch innerlich leidet sie. Nicht nur, weil sie ein schüchterner Mensch ist und deshalb gesellschaftliche Ereignisse kaum erträgt, sie hat auch Heimweh nach Cornwall, vermisst ihre gewohnten Spaziergänge, verträgt die Hitze schlecht. Am schlimmsten an der Zeit in Ägypten ist aber, dass Daphne nicht konzentriert schreiben kann. Und sie ist eine Person, die unglücklich ist, wenn sie nicht arbeitet. Bereits seit Jahren verfasst sie beharrlich einen Roman nach dem anderen, hat schon vier Bücher veröffentlicht. Auch nach Alexandria…
