Wenn man anfängt, in der Liebe aufzurechnen, ist es das Ende. Wir waren 21, als eine Freundin das zu mir sagte. Und wir waren uns beide sicher: Genau so ist es. Heute bin ich älter, verheiratet, habe zwei Kinder und weiß: Es ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Eines Streits, einer langen Phase des Vorwurfes oder der stillen Verletzung und der inneren Monologe. Wir lassen uns Freiräume. Jeder kann Freunde treffen, Sport treiben oder für ein Wochenende mit alten Schulfreund*innen verreisen. Darum geht es nicht. Es geht um den Moment der Rückkehr. Wenn ich nach Hause komme ins Chaos, nichts erledigt wurde, keine Wäsche gewaschen, nicht aufgeräumt… Dann bin ich innerlich sofort auf 180, erledige demonstrativ, was Mann und Kinder nicht getan haben, und schmolle.
Neulich nun kam ich…
