Liebe Leserin, lieber Leser, seitdem die täglichen Nachrichten vorwiegend darin bestehen, die Tweets eines einzelnen Mannes in einem weißen Haus zu deuten, ist es noch schwerer geworden, aus dem Rauschen der Medien die wichtigen Signale zu filtern. Also jene Ereignisse, die tatsächlich das Zeug haben, unser Leben tief greifend zu verändern.
Deutlich unterbeachtet war kürzlich etwa die ungemütliche Nachricht, dass erstmals in der Geschichte genmanipulierte Tiere zum Verzehr verkauft wurden: 4,5 Tonnen Lachs in Kanada, eine Sorte, die besonders schnell wächst – und daher rund 25 Prozent weniger Futter benötige und eine deutlich bessere CO2-Bilanz als herkömmlicher Zuchtfisch habe. Sagt die Firma, die ihn verkauft. Verbraucherschützer beklagen, dass der Fisch nach kanadischem Recht nicht gekennzeichnet werden muss.
Wie immer man zu solchen Züchtungen steht: In 100 Jahren werden Historiker diesen Lachs…
