Liebe Leserin, lieber Leser, die harten Naturwissenschaften seien so erfolgreich, bemerkte einmal der Physiker Heinz von Foerster, weil sie es mit vergleichsweise weichen Problemen zu tun haben. Und die weichen Wissenschaften müssten mit den wahrlich harten Problemen kämpfen – und hätten daher bislang nur wenig gesichertes Wissen erlangt.
Der Gedanke missfällt anderen Physikern und Biologen, die nicht den Eindruck haben, dass Quantenmechanik und Genetik es ihnen leicht machen. Er missfällt auch Psychologen und Soziologen, die ihre Erkenntnisse nicht für so läppisch halten.
Und doch ist etwas Wahres daran: Alles Menschliche ist deutlich schwerer zu erforschen als die Natur. Weil wir nicht Partikel sind, die sich stets gleich verhalten, sondern höchst veränderliche, reflektierende Wesen. Und weil einzelne Faktoren im verwickelten Netz der Menschenwelt so schwer zu isolieren sind.
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