Liebe Leserin, lieber Leser, nie hat die Höhlenforschung mehr Aufmerksamkeit erhalten als in jenen Tagen im Juni 2014, in denen Deutschland bangte, ob der Forscher Johann Westhauser aus der tiefsten Höhle des Landes, dem Riesending, gerettet werden kann. Den damals 53-Jährigen hatte in fast tausend Meter Tiefe ein Lehmbrocken am Kopf getroffen, daraufhin lief eine einzigartige Rettung an.
Westhauser und seine damaligen Begleiter haben seither viele Anfragen erhalten, die dramatischen Ereignisse unter Tage zu erzählen. Aber sie wollten sich nur einem anvertrauen, von dem sie wissen, dass er ihre Welt versteht: GEO-Redakteur Lars Abromeit.
Abromeit war, Jahre vor dem Unfall, mit Westhauser und einigen seiner späteren Retter in die Riesending-Höhle geklettert, als bislang einziger Journalist. Vor dem Abstieg hatten die Höhlenentdecker ihn erst einmal geprüft. Einer der Forscher hatte Seile…
