Ein beschauliches Bild: Kühe streifen durch die Wälder und Wiesen von Montería, schnappen nach jungen Blättern. Hier im Norden Kolumbiens finden sie genug davon.
Fleisch- und Milchproduktion sind enorm wichtig für Kolumbien, allerdings: Die Weiden werden Waldgebieten abgerungen, die man für neue Futtergründe rodet, mit unabsehbaren ökologischen Folgen. In Montería aber lässt Michael Robbin seine Herde nach Plan weiden, jeden Tag auf einer anderen Fläche, in 125 Felder hat er seine Weiden aufgeteilt. Die strahlen sattgrün – anders als bei seinen Nachbarn. Der täg liche Wechsel der Areale, sagte Robbin dem britischen „Guardian“, gebe den Pflanzen Zeit, sich vom Fraß zu erholen.
Silvopastorale Landwirtschaft kombiniert Viehhaltung und schonende Nutzung des Waldes, lateinisch silva. An sich ein altes Prinzip, nicht aber in Südamerika, wo bislang die zunächst billigere Rodung bevorzugt wurde.…