Liebe Leserin, lieber Leser, im Februar 1933, kurz nach ihrer Machtergreifung, trafen Adolf Hitler und Hermann Göring die Chefs der 24 größten Industrieunternehmen in Deutschland. Der französische Autor Éric Vuillard hat die Verquickung von Nazis und deutschem Geld in seinem Buch „Die Tagesordnung“ minutiös beschrieben: „Sie heißen BASF, Bayer, Agfa, Opel, I.G. Farben, Siemens, Allianz, Telefunken. (…) Sie sind hier, unter uns und zwischen uns. Sie sind unsere Autos, unsere Waschmaschinen, unsere Reinigungsmittel, unsere Radiowecker, unsere Hausversicherungen und die Batterie in unserer Uhr.“ Göring rief bei diesem Treffen, die Herren Unternehmer sprächen ja stets von der freien Initiative der Wirtschaft. Nun hätten sie die freie Initiative, „strengen Sie sich an“ – beim Geldgeben, was die Herren Unternehmer eifrig taten.
Natürlich finanzieren gegenwärtig keine deutschen Unternehmen Nazis, es steht auch keine…
