Leipzig – Nein, das ist kein Bild von Leipzig vor der Wende, die Autos verraten es. Die vielen Menschen, die hier Schlange stehen, wollen eine „Interessenbekundung“ abgeben – wie es auf Amtsdeutsch heißt, wenn sich Eltern um einen Kita-Platz bewerben.
Das Problem: Leipzig ist so beliebt, dass jedes Jahr mehr als 10 000 Menschen in die größte Stadt Sachsens ziehen, vor allem Kreative.
Mehr Menschen, mehr Geburten – Kita-Plätze sind Mangelware, auch im Szeneviertel Südvorstadt. Und so wird die Kindertagesstätte „Tillj“ von interessierten Eltern bestürmt, obwohl sie erst im August die Türen öffnet.
Mehr als 450 Bewerber stehen an diesem Morgen Schlange für die 45 Krippen-und 120 Kindergartenplätze. Und weil sie dabei den Verkehr in der Straße behindern, erscheint die Polizei.
Viel wichtiger wäre aber, neue Kitas zu bauen. Drei…