Die Frage hat mich im ersten Moment tatsächlich überrascht: „Gehst Du eigentlich wählen?“, wollte vor einigen Tagen eine Bekannte von mir wissen. Und ohne meine Antwort abzuwarten, fügte sie hinzu: „Ich jedenfalls lasse das. Die Politiker sind ja ohnehin alle gleich. Und mit meiner Stimme kann ich eh nichts bewirken.“
Okay, wenn sich jemand wenig für Politik interessiert, werde ich ihm das nicht vorwerfen. Aber dass man deshalb darauf verzichtet, bei der Bundestagswahl am 24. September seine Stimme abzugeben, kann ich nicht nachvollziehen.
Wer nicht wählt, überlässt es anderen, über seine persönliche Zukunft zu entscheiden. Wenn Sie wissen wollen, wie sich das anfühlt, sollten Sie sich mal mit einem Engländer unterhalten, der jetzt über die Folgen des Brexits flucht, aber sich nicht die Mühe gemacht hat, dagegen abzustimmen. Oder mit…