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art Magazinart Magazin

art Magazin 04/2019

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Edities

IN DEZE EDITIE

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gruppendynamik in kassel

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Ende Februar präsentierte in Kassel ein rundum glückliches und zufriedenes Podium der Weltöffentlichkeit das indonesische Künstlerkollektiv ruangrupa als neue DOCUMENTA-Leitung (siehe Bericht auf Seite 136). Man könnte sich vielleicht über die Auswahl wundern, nicht aber über die naheliegende Entscheidung, es nun einmal mit dem konsequent gemeinschaftlichen Prinzip zu versuchen. Der Trend weg vom solistisch-genialen Ausstellungsautor hin zum Team hatte sich auf der DOCUMENTA schon länger abgezeichnet, freilich in an- und abschwellenden Wellen: Okwui Enwezor trat 2002 mit sechs Co-Kuratoren an; Roger M. Buergel 2007 nur zusammen mit seiner Frau Ruth Noack; 2012 holte sich Carolyn Christov-Bakargiev Chus Martínez als Leiterin von gleich 18 weiteren »kuratorischen Agenten« an die Seite, hielt aber stets die Fäden bis hin zum kleinsten Detail fest in der Hand; 2017 arbeitete Adam Szymczyk…

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betreff: art

Wir haben die Ehre, Ihnen den »Bucerius Art Talk« vorzustellen, den wir mit dem Hamburger BUCERIUS KUNSTFORUM ins Leben gerufen haben: Eine regelmäßig stattfindende Podiumsdiskussion, bei der befugte Menschen miteinander über ein Thema sprechen, das mit der aktuellen dortigen Ausstellung zu tun hat. ART übernimmt die Moderation, der Kurator oder die Kuratorin ist auch mit auf der Bühne. Die erste Veranstaltung galt dem BAUHAUS und der Ausstellung »Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre«. Es ging um die Frage, warum das BAUHAUS heute noch so aktuell und beliebt ist. Es diskutierten: Kathrin Baumstark (Kuratorin), Olaf Nicolai (Künstler), Peter Bialobrzeski (Fotograf), Oliver Pfeiffer aka Jonathan Johnson (Goldschmied), André Poitiers (Architekt) und Barbara Hein (ART-Moderatorin). Die 200 Plätze waren restlos ausverkauft. Der nächste »Bucerius Art Talk« findet am 21. August statt. Das…

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bilder+themen des monats

Nan Goldin versus Sackler Kürzlich ließen Demonstranten Tausende Fake-Rezepte für das abhängig machende Opioid Oxycontin von der Spirale des New Yorker GUGGENHEIM MUSEUM regnen. Initiator war die von Fotokünstlerin Nan Goldin gegründete Gruppe PAIN (Prescription Addiction Intervention Now), die beklagt, dass viele namhafte Museen sich von der Milliardärsfamilie Sackler finanzieren lassen, deren Pharmakonzern Oxycontin erfunden hat, herstellt und verkauft. Die Sacklers werden beschuldigt, die Opioid-Epidemie absichtlich angeheizt zu haben, um daraus Profit zu schlagen. In den USA fordert der Missbrauch auf Rezept mehr als 72 000 Tode im Jahr. 2017 wäre auch Nan Goldin beinahe daran gestorben. Erst ein Entzug befreite sie von ihrer Sucht. Ritterinnen des Daunen-Ordens Es dürften kaum zwei Kleidungsstücke so weit voneinander entfernt sein wie das Ballkleid und der Skianzug. Dass allerdings etwas Grandioses dabei herauskommt, wenn man sie…

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kunst für eine bessere welt

Alles fing vor neun Jahren mit einem harmlosen Selbstporträt an. Haley Morris-Cafiero hatte sich am New Yorker Times Square fotografiert. Als sie den Film entwickelte, sah sie, dass Passanten ihre Foto-Session mit argwöhnischen Blicken kommentiert hatten – einer machte sich hinter ihrem Rücken offen über sie lustig. Die in Atlanta geborene Fotografin, die 14 Jahre am MEMPHIS COLLEGE OF ART unterrichtet hatte, bevor sie 2018 nach Irland an die BELFAST SCHOOL OF ART der ULSTER UNIVERSITY ging, entspricht nicht dem gängigen Schönheitsideal. Vor allem hat sie Übergewicht. Morris-Cafiero entschloss sich, den Fokus ihrer Selbstporträts zu ändern und sich auf die Reaktionen der Gaffer zu konzentrieren. Sie fotografierte sich im Badeanzug, am Strand, beim Work-out, als Touristin und hielt die verurteilenden Blicke der anderen fest – in all deren Hässlichkeit. Nachdem online…

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aktuell überschätzt

Neulich verschickte die Deutsche Wohnen, Deutschlands zweitgrößtes börsennotiertes Wohnungsunternehmen (und mit über 110 000 Hauptstadt-Wohnungen Berlins größter Vermieter), eine Einladung zu einer Ausstellungseröffnung im Foyer des Firmensitzes in Berlin-Schmargendorf. »Wie meistens üblich«, so heißt es im Einladungstext, »ist auch diese Ausstellung nicht einem Thema untergeordnet und hat demzufolge auch keinen Titel und umfasst sowohl abstrakte wie auch figurative Werke«. Gezeigt werden die Arbeiten von vier Künstlerinnen und Künstlern: Linolschnitte, Aquarelle, Zeichnungen mit Tinte und Kohle. Als Sprecher waren die Leiterin der Unternehmenskommunikation angekündigt und eine Kunsthistorikerin, die als freie Kuratorin die Ausstellung organisiert hatte. Wenn sich große Unternehmen für Kunst und Kultur engagieren, kann das eine gute Sache sein. Doch die Deutsche Wohnen ist als »Giervermieter« in der Hauptstadt aktuell so verhasst wie kaum ein anderes Unternehmen. Mittlerweile engagiert sich sogar…

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kunst aus dem off

Tortendiagramme, Fieberkurven, Börsenkurse – Informationsgrafik ist dazu da, um Wissen und Sachverhalte kompakt und schematisch darzustellen. Unser Alltag ist davon geprägt, dass uns Zahlen, Ergebnisse oder auch das Wetter in Bildern nahegebracht werden. Diese Bilder sind Abstraktionen, die mit minimalen Mitteln Größen und Verhältnisse darstellen. In den letzten 20 Jahren hat diese Disziplin eine Aufwertung erfahren – nicht zuletzt durch wahre Kultrubriken wie etwa die wöchentliche »Deutschlandkarte« im »Zeit-Magazin«. Allerdings: »Die Wenigsten dürften wissen, wo die Anfänge der heute überall präsenten Informationsgrafiken liegen«, schreibt Simone Schimpf, Direktorin des MUSEUMS FÜR KONKRETE KUNST in Ingolstadt, im Katalog zur Ausstellung »Gemalte Diagramme. Bauhaus, Kunst und Infografik«. Diese Ausstellung untersucht die Parallelen von Informationsgrafik und Konkreter Kunst und kommt dabei schnell zum BAUHAUS, wo Vorläufer beider Genres zu finden sind (etwa Ittens »Farbenlehre«, Gropius’…

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