Capital

01/2022

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequentie:
Monthly
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12 Edities

in deze editie

2 min
editorial

2020 war das Jahr, das man einfach nur abhaken wollte. 2021 – das war das große Versprechen – würde das Jahr der Hoffnung, der Erholung, der Normalität werden. Wenn wir es nüchtern besehen, hat 2021 dieses Versprechen nicht durchweg gehalten. Die Monate bis April waren mühsam und quälend, von Mai bis Oktober war es fast wie früher, wir konnten reisen, feiern, essen gehen, ins Kino, ins Theater, ja sogar in Bars und auf Partys. Man hatte diese Sicherheit: Ich bin geimpft. Mir kann nichts mehr passieren. Diese Sicherheit ist zweimal erschüttert worden. Einmal durch die vierte Welle, herbeigeführt durch Millionen Ungeimpfte. Und zweitens durch die neue Mutante Omikron. Während ich das schreibe, versuchen Wissenschaftler noch, aus den Daten zu lesen, wie gefährlich die Variante tatsächlich ist. Aber ihr Auftauchen zeigt uns…

capitalde2201_article_005_01_01
5 min
betr. capital

ZUM BRIEFING „WENIG KILOMETER FÜRS GELD“ (12/21) Die Relation von Reichweite und Preis bei Tesla mag schlechter sein als bei deutschen Premiumherstellern. Was der Vergleich allerdings nicht berücksichtigt, ist die Lade-Usability. Wir fuhren ein wirklich gutes deutsches E-Auto, den BMW i3, der nicht als umgebauter Benziner daherkam, sondern sehr früh von BMW als reines Elektroauto entwickelt wurde. Tolles Fahrzeug, aber nur für die Region rund um die heimische Wallbox geeignet, denn: Die deutsche Autoindustrie hat es bis heute nicht geschafft, eine leicht nutzbare Ladeinfrastruktur aufzubauen. Bei Tesla hingegen hat man verstanden, dass das Laden eines E-Fahrzeugs Teil des Fahrzeugkonzepts sein muss. Die von Tesla aufgebaute Schnellladestruktur ist einzigartig. Daher fahren wir nun einen Tesla. Reichweite ist mit der Ladeinfrastruktur von Tesla kein Thema. Bei einem deutschen Premiumanbieter ist Teil des Fahrzeugkonzepts,…

capitalde2201_article_014_01_06
2 min
wege aus dem homeoffice

Die weitverbreitete Befürchtung, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt deutlich stärker von Corona betroffen seien als Männer, hat sich nicht bestätigt. „Eine Rezession, die vor allem die weiblichen Beschäftigten trifft, gibt es am deutschen Arbeitsmarkt nicht“, sagt Bernd Fitzenberger, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. In der harten Phase des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 seien Männer wie Frauen gleichermaßen von Kurzarbeit und Einkommensrückgängen betroffen gewesen, für jeweils rund 16 Prozent von ihnen sank das Erwerbseinkommen. Auch von Arbeitslosigkeit sind Frauen nicht stärker betroffen gewesen als Männer, zeigt eine Auswertung des Sozioökonomischen Panels, in dem die Arbeitsmarktforscher das Jahr 2019 mit April bis Juni 2020 verglichen. Damit ragt Deutschland heraus. Denn laut einer Studie der Beratungsfirma McKinsey ist die coronabedingte Arbeitslosigkeit bei den Frauen weltweit 1,8-mal so stark gestiegen wie bei…

capitalde2201_article_018_01_01
1 min
„microsoft ist ein unternehmen von gestern“

Das Unternehmen von Bill Gates galt lang als altbackenes Softwarehaus, abgehängt von neuen Techtitanen wie Google. Tatsächlich aber läuft die Neuerfindung des Konzerns schon seit Jahren, etwa mit Konferenzsoftware wie Teams oder mit der Cloud-Computing-Sparte Azure. In der Pandemie zahlt sich das jetzt aus. Bei der jüngsten Quartalspräsentation im Oktober übertraf CEO Satya Nadella die Erwartung der Analysten – und auch die eigenen. Nadella verkündete ein Umsatzplus von 22 Prozent auf 45,3 Mrd. Dollar, das stärkste Quartalswachstum seit 2014. Größter Treiber war das Cloud-Geschäft mit 50 Prozent Plus. Microsoft erweist sich damit als erfolgreicher als viele andere vermeintliche Profiteure des Homeofficetrends. Im Unterschied zu schwächelnden Aktien von Zoom oder Peloton geht es für den Windows-Erfinder aktuell nach oben.…

2 min
sparkassen bereiten bitcoin-handel vor

Die deutschen Sparkassen arbeiten an einem Kryptoprojekt, das bei ihnen künftig den Handel mit Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ethereum ermöglichen soll. Ein eigenes Team beim IT-Dienstleister S-Payment bereitet das Konzept nach Informationen von Capital, „Finanz-Szene“ und „Finance Forward“ vor. Anfang 2022 müssen die Sparkassen-Gremien noch über das Vorhaben abstimmen. Sollte es grünes Licht geben, könnte eine erste Version des sogenannten Wallets im Laufe des Jahres starten. Das bislang geheime Projekt wäre ein Paukenschlag für die europäische Bankenlandschaft. Denn die Sparkassen sind mit rund 50 Millionen Kunden der Marktführer unter den deutschen Geldhäusern. Der Einstieg auf den Markt würde die Zielgruppe, die Kryptowährungen hierzulande handeln kann, schlagartig enorm wachsen lassen. Andere große Banken haben sich bislang nicht an das Thema herangewagt. Die Sparkassen-Kunden könnten laut den Plänen direkt über ihre Girokonten die Kryptowährungen…

capitalde2201_article_020_01_01
1 min
aufbrecher

DAS PROBLEM Beton ist das meistverwendete Baumaterial der Welt, hat aber eine katastrophale Klimabilanz. Das liegt vor allem an der Hauptzutat Zement. Dessen Herstellung verursacht sechs bis acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen. Alternativen sind bisher teuer und aufwendig. DIE LÖSUNG Spenners Start-up hilft Herstellern, den Zementanteil in der Rezeptur zu reduzieren, ohne dass die Qualität leidet. Dazu hat Alcemy eine Software entwickelt. Mit ihr lässt sich die Produktion des hochsensiblen Betons in Echtzeit überwachen und steuern. Dadurch sollen die Produktionskosten für grünen Beton deutlich sinken. DER MARKT Allein die deutsche Zementindustrie erwirtschaftet 3 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr. Bis 2050 will sie klimaneutral werden. Das gibt Alcemy Aufwind. Bisher hat das Start-up rund 4 Mio. Euro Wagniskapital eingesammelt. Erster Kunde sind die Spenner Zementwerke, der Betrieb der Eltern des Gründers. Fotos: Wolfgang Filser/ddp, Alcemy/PR…

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