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sternstern

stern stern Jubiläum

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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52 Edities

IN DEZE EDITIE

access_time3 min.
editorial

Meine Beziehung zum stern begann am 28. September 1978. Vom Titelbild aus blickte mir ein Mädchen direkt in die Augen. Es war etwas älter als ich und hieß Christiane. Ich war damals Schüler in Hamburg. Auf unserem Schulhof wurde seit Kurzem Haschisch verkauft. Am Nachmittag traf man sich in Cliquen (so hieß das damals), hörte immer nur die eine Platte von Neil Young. „Harvest“ war damals schon sechs Jahre alt, aber für uns war das Album frisch genug. Es war der Sound unseres Lebensgefühls. Es hörte sich nach Freiheit ohne Aufregung an, war verstörend, aber nicht zu schnell. Wir waren damals nämlich nicht so schnell. Wir hatten auch keine Ahnung von Drogen. Haschisch war einfach überall, aber keiner von uns hat darüber wirklich gesprochen. Außer den Lehrern. Und die haben…

access_time8 min.
weil die lunte brennt

Dünn war es. Ein dünnes Blättchen, nur 16 Seiten zum Preis von 40 Pfennig. Der erste stern erschien am 1. August 1948 mit einer Auflage von gut 130 000 Exemplaren. Das Titelfoto zeigte züchtig die populäre Hildegard Knef und ließ erkennen, was Gründer und Chefredakteur Henri Nannen dem Publikum verkaufen wollte: „Sensationen und Katastrophen, Entdeckungen und Erfindungen, Präsidentenwahlen und Modenschauen, Autorennen und Filmbälle.“ Halt das, was die Nachkriegszeit-Tristesse ein wenig verdrängen konnte. Die Wundertüte stern nahm ihre faszinierten Leser mit dorthin, wo das Leben zurück aus den Ruinen kroch und schon wieder nach Geld, Parfüm und Erfolg roch. Nannen prämierte das schönste Strumpfbein und druckte Fortsetzungsromane. Aber dann, schon 1955, sah man ihn inmitten von Adenauers Delegation im Moskauer Kreml und kurz darauf im knallroten Mercedes-Cabrio auf Reportagereise durch die bettelarme…

access_time5 min.
politik hautnah

1969: NASSRASIERER So eine Nassrasur im Feinripphemd ist eine recht intime Sache. Damals inszenierten sich Politiker noch nicht in Wäsche, deshalb war es ein kleines Wunder, dass stern- Fotograf Jay Ullal den damaligen Außenminister Willy Brandt so ablichten durfte. Schon als Regierender Bürgermeister von Berlin hatte sich Brandt in einer Rede vor der Belegschaft eines Rasierklingenwerks zur seiner Vorliebe für das Nassrasieren bekannt – obwohl, wie sein Pressesprecher Egon Bahr später verriet, in seiner Schublade auch immer ein Elektrorasierer lag. Womöglich war auch beim Nato-Treffen in Washington, wo dieses Foto entstand, einer mit im Gepäck. Das hätte aber nicht so gut ausgesehen. 2009: EIN BESONDERER ABEND Er hat ihr seine Jacke umgehängt, damit sie in dem zugigen Frachtaufzug nicht friert. Und sie turteln, als wären sie ganz allein. Die Begleiter an der Wand…

access_time14 min.
„hello, silvio!“

Nein, ich war nicht dabei, als sich Willy Brandt 1969 morgens in seinem Hotelbadezimmer in Washington nass rasierte, auch in Eleuthera nicht, als Helmut Schmidt sich rauchend (normal) und in kurzen Hosen (nicht ganz so normal) im Urlaub auf den Bahamas ablichten ließ. Ganz so alt bin ich nun auch wieder nicht. Aber zumindest dieses Bild aus dem Bad hat sich mir eingebrannt. Ein Politiker im Unterhemd, das sah man in den Vor-Lindner-Zeiten wirklich nicht alle Tage. Ich bin in einer Gaststätte groß geworden, mit Soleiern, Musikbox und Lesezirkel. Als Steppke habe ich mich nach der Schule durch „Quick“, „Praline“ und stern geblättert. „Praline“ hatte die nackteren Mädchen, der stern die im Übrigen faszinierenderen Bilder samt den spannenderen Geschichten. Brandt auf den Knien in Warschau! Henri Nannen auf der Schreibtischkante im…

access_time12 min.
nah dran am leben

Eine kleine und junge Redaktion waren sie damals, 1949, im Jahr zwei des stern. Sie saßen im Pressehaus in Hannover, und sie hatten gehört, dass sich in der Nachbarstadt Celle jede Nacht ein sehr loses Leben abspielte. Von den Celler Flugplätzen starteten jeden Tag die berühmten „Rosinenbomber“ der Amerikaner, die die Menschen in Berlin mit Care-Paketen versorgten – die „Luftbrücke“. Abends nach der Schicht saßen die Piloten in den Cafés und Bars von Celle. Sie hatten Dollars, es gab Gin und Sekt, Zigaretten und Schokolade. Und es gab Frauen, Kriegswitwen und andere, die nicht wussten, ob und wann ihre Männer zurückkommen würden. Es waren, vier Jahre nach Kriegsende, wilde Celler Nächte, und irgendjemand in der Redaktion des stern, vielleicht Henri Nannen selbst, muss dem Fotografen Eberhard Grastorf gesagt haben: Mach da mal…

access_time4 min.
ereignisse, die das land bewegten

1989: ALS DIE MAUER FIEL Gefühle verjähren nicht. Zumindest werden das beim Anblick dieses Bildes viele empfinden, die den 9. November 1989 miterlebt haben. Nach fast 30 Jahren war die Mauer plötzlich offen, in Berlin strömten in dieser Nacht die Leute auf die Straße, die ersten Trabis rollten in den Westen. Menschen aus Ost und West begrüßten einander begeistert. Tage davor hätten sie sich im Falle eines Krieges noch beschossen. Es war wie ein Wunder: eine Revolution auf deutschem Boden, für Freiheit und Demokratie, friedlich und erfolgreich. 1967: KOMMUNE 1 Wild und schön! Es war die Zeit der Studentenrevolte, und kaum jemand lebte die Lust an der Befreiung so betörend wie Rainer Langhans und Uschi Obermaier. Sie erregten die Republik – weil sie lebten, wie es gerade eben noch unvorstellbar gewesen war. Rainer…

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