Häuser

05/2021

"HÄUSER ist das Premium-Magazin für moderne Architektur und Design. Kein anderes Magazin bietet so viele Hausreportagen mit opulenten Bildstrecken von renommierten Fotografen und mit kenntnisreichen Texten. Dabei widmet sich eine Ausgabe schwerpunktmäßig verschiedenen Themen wie „Umbau“, „Wohnen auf dem Land“ oder „Villen“, ergänzt von weiteren Domizilen, die das ganze Spektrum anspruchsvoller Wohnarchitektur zeigen. Zusätzlich liefert HÄUSER ausführliches Planmaterial, Grundrisse, Detailinformationen über Materialien und Bautechnik – kurz: absolute Kompetenz im Detail. Der Hefteinstieg „Arena“ widmet sich überraschenden und interessanten Meldungen aus dem Bereich Architektur und Design, im „Forum“ werden Trends und neue Produkte vorgestellt aus wechselnden Bereichen wie etwa Bad, Küche, Böden, Licht oder Outdoor. Dabei kommen Experten der Branche zu Wort, werden neue Technologien vorgestellt und Entwicklungen erklärt."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Bimonthly
kr 94,52
kr 472,78
6 Utgaver

i denne utgaven

1 min
wiener weisheiten

Liebe Leserin, lieber Leser, Das Haus hat der Bequemlichkeit zu dienen“, fand Adolf Loos, der legendäre Architekt, dessen Vortrag „Ornament und Verbrechen“ von 1910 gern als Forderung nach jenen nackten, glatten Wänden missverstanden worden ist, die gemeinhin mit „moderner Architektur“ verbunden werden. Dabei meinte Loos keineswegs, Ornament sei Verbrechen. Seine Ansicht war differenzierter. Der Architekt kritisierte vor allem historisierende Elemente, also solche, die Herstellungsmethoden und Stile zitieren, die längst nicht mehr zeitgemäß sind. Und zweitens ist die Konsequenz aus der Loos’schen Kritik keineswegs die karge Zelle, im Gegenteil. Der Wiener unterschied stark zwischen außen und innen, die rund 60 Interieurs, die er im Laufe der Jahre gestaltete, waren stets üppig, voller Teppiche, vertäfelter Wände aus Mahagoni und Eiche, ägyptischer dreibeiniger Hocker und immer wieder sogenannter Elefantenrüsseltische. Wo er konnte, ließ er…

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2 min
pueblo mágico

ES IST STETS HEIß UND FEUCHT IN MAZUNTE – aber auch atemberaubend schön. Das Fischerdorf im Süden Mexikos, einst von Hippies als Refugium entdeckt, wurde 2015 vom mexikanischen Fremdenverkehrsamt mit dem Label „Pueblo Mágico“ (magisches Dorf) ausgezeichnet und zieht seither Touristen aus aller Welt an. Zauberhaft ist freilich nicht nur der Ort, sondern auch der angrenzende Küstenstreifen mit seinen steil zum Pazifik abfallenden Urwäldern und herrlichen Sandstränden. An einem dieser Steilhänge steht das Feriendomizil „La Extraviada“, was so viel heißt wie „Die Abgelegene“. Die Funktionen des Ensembles sind verteilt auf mehrere über den Hang verstreute Baukörper. „Durch die Aufteilung entstehen Terrassen und Überhänge, die Schatten spenden und einen kühlenden Durchzug ermöglichen“, sagt der Architekt Ivan Esqueda Martínez, der in Mexiko Stadt das Büro em-estudio betreibt. „FORM UND AUSRICHTUNG DER GEBÄUDE SIND BESTIMMT…

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2 min
freier radikaler

Sigurd Lewerentz war ein Architekt der Extreme: Nach Lehrjahren in Göteborg, Berlin und München gestaltete er Geschäfte und Restaurants, entwarf Tapeten, Plakate, Häuser und Grabsteine ebenso wie die schwimmende Tanzplattform der Stockholmer Ausstellung 1930. Mit Gunnar Asplund plante er den Stockholmer Waldfriedhof, ein Meisterwerk der Landschaftsarchitektur und UNESCO-Welterbe. Während die dortige Auferstehungskapelle 1925 im Geist klassizistischer Erhabenheit entstand, steht das gerasterte Hofoval der Reichsversicherungsanstalt wenige Jahre später für den Funktionalismus. Lewerentz blieb unabhängig, wie die großen Backsteinkirchen der 60er-Jahre beweisen. St. Markus in Björkhagen und St. Peter in Klippan sind radikale Reinräume, die bis heute nicht nur Architekten faszinieren. Kurz vor seinem Tod 1975 zementierte der hochbetagte Schwede seinen Ruf als freier Radikaler der Architektur noch mit dem brutalistischen Blumenkiosk auf dem Ostfriedhof von Malmö. Die Wände nackt, die Fenster…

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3 min
arena design

SECHS GROSSE NAMEN UNTER EINEM DACH Auf einem historischen Marineareal in Kopenhagen gibt es jetzt Designikonen aus Italien und Dänemark 2018 schlossen sich die italienischen Möbelmarken B&B Italia, Maxalto und Azucena, Küchenspezialist Arclinea und Leuchtenhersteller Flos mit dem dänischen Leuchtenlabel Louis Poulsen zur Firma Designholding zusammen. Drei Jahre danach gibt es die ersten gemeinsamen Showrooms. Im Juni öffnete D-Studio mit 1760 m2 Ausstellungsfläche im Kopenhagener Stadtteil Holmen. Im September folgte Mailand mit einer Adresse an der feinen Via Durini, später im Herbst ist ein weiteres D-Studio in New York geplant. D-STUDIO.COM RAFFUNG IM RÜCKEN Extrasoft Silja und Norbert Beck entwarfen den neuen Essplatzstuhl „Noa“ für Rolf Benz mit einem zierlichen Gestell, sehr bequem gepolsterter Sitzfläche und einer Rückenlehne mit oder ohne Armteil, deren locker gesteppter Bezug sesselhafte Gemütlichkeit ausstrahlt. Mit Textilbezug ab 775 Euro,…

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1 min
trinken auf rädern

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1 min
kathedrale des luxus

Als die französische Kapitale das unangefochtene Epizentrum von Kunst, Kultur und Lebensart war, entstand das Großkaufhaus La Samaritaine. 1870 von Frantz Jourdain, Gustave Eiffel und Henri Sauvage mit glasüberdecktem Atrium errichtet, kam das Jugendstil-Gesamtkunstwerk in die Jahre und schließlich in den Besitz von Bernard Arnaults LVMH-Konzern. Der ließ das ehrwürdige Haus nach eingehender Sanierung zu einem Schaufenster der hauseigenen Luxusmarken umgestalten und vom Büro SANAA um einen Neubau erweitern. LVMH.COM…

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