Häuser 06/2020

"HÄUSER ist das Premium-Magazin für moderne Architektur und Design. Kein anderes Magazin bietet so viele Hausreportagen mit opulenten Bildstrecken von renommierten Fotografen und mit kenntnisreichen Texten. Dabei widmet sich eine Ausgabe schwerpunktmäßig verschiedenen Themen wie „Umbau“, „Wohnen auf dem Land“ oder „Villen“, ergänzt von weiteren Domizilen, die das ganze Spektrum anspruchsvoller Wohnarchitektur zeigen. Zusätzlich liefert HÄUSER ausführliches Planmaterial, Grundrisse, Detailinformationen über Materialien und Bautechnik – kurz: absolute Kompetenz im Detail. Der Hefteinstieg „Arena“ widmet sich überraschenden und interessanten Meldungen aus dem Bereich Architektur und Design, im „Forum“ werden Trends und neue Produkte vorgestellt aus wechselnden Bereichen wie etwa Bad, Küche, Böden, Licht oder Outdoor. Dabei kommen Experten der Branche zu Wort, werden neue Technologien vorgestellt und Entwicklungen erklärt."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Bimonthly
kr 96,15
kr 480,97
6 Utgaver

i denne utgaven

2 min
heute schon an morgen denken

Auch wenn man es vermuten könnte: Dass es auf dem Titel zu dieser Ausgabe nicht „Zeitlose Häuser“ heißt, sondern „Zeitlose Klasse“, ist keine Formulierungsakrobatik, mit der wir eine Wortdopplung vermeiden wollten, sondern eine bewusste Entscheidung, die mitten hinein ins Thema führt. In unserem Schwerpunkt geht es nämlich keineswegs darum, Architektur vorzustellen, die auf sichtbare Bezüge zur Zeit ihrer Entstehung verzichtet und quasi baugeschichtlich nicht einzuordnen ist. Denn in dieser Unbestimmbarkeit liegt ja noch lange kein Vorzug – außer dass man die Bauwerke als Gegenstand verblüffender Ratespiele nutzen könnte. Tatsächlich sind es doch im Gegenteil oft gerade die unverkennbaren Merkmale einer bestimmten Zeit, die den Charme von Gebäuden ausmachen, man denke an die fabelhaften Details mancher Gründerzeitfassaden, an die Klarheit bestimmter Entwürfe der Neuen Sachlichkeit oder die schwungvolle Eleganz vieler Midcentury-Bauten. Das…

hauserde201101_article_003_01_02
2 min
halleluja, himmelslicht

ALS GOTTESHAUS hatte die „Chapel“ schon lange ausgedient. Der 1935 errichtete Backsteinbau im Süden Londons war in einem abbruchreifen Zustand, als die jetzigen Besitzer ihn 2012 erwarben. „Unversehrt war allein der Geist des Gebäudes geblieben“, sagt der Architekt John Smart. Am ehesten konnte man diesen noch im kahlen, ungegliederten 150 Quadratmeter großen Saal des Erdgeschosses spüren. Den ehemaligen Versammlungsraum wieder als Kirchenschiff erlebbar zu machen: Mit dieser Entwurfsidee hatte das Londoner Büro Craftworks den Auftrag erhalten, das Gebäude in ein Wohnhaus für eine vierköpfige Familie zu verwandeln. „SAKRALER GEIST UND MODERNER ESPRIT“John Smart, Architekt „Das erneuerte Kirchenschiff bildet heute das repräsentative Zentrum des Domizils“, sagt John Smart, Gründer und Chef von Craftworks. Der bis zum Dachfirst aufragende Raum beherbergt Wohnbereich, Küche und Essplatz, dazu eine Art Hochsitz, von dem aus man die…

hauserde201101_article_010_01_01
2 min
ruhe finden mit michele de lucchi

Manchmal entsteht aus Krisen etwas Gutes. Als Ende Oktober 2018 das Sturmtief „Vaia“ über die Alpen fegte, hinterließ es hektarweise Schadholz. Auch die Waldbestände des „Zirmerhofs“ in Radein waren schwer getroffen. Sepp Perwanger, der das Hotel in vierter Generation führt, beschloss: „Aus den umgeknickten Nadelbäumen sollen neue Häuser entstehen. Schließlich gibt es kein nachhaltigeres Baumaterial als lokales Holz.“ Mit dem Entwurf beauftragte er den Mailänder Designer und Architekten Michele De Lucchi, der schon öfter zu Gast im „Zirmerhof“ war und die Gelegenheit ergriff, um auf der 1560 Meter hoch gelegenen Wiese einen idealen Erholungsort zu kreieren. Formal nehmen die lärchenschindelgedeckten „Häuser der Wiese“ Elemente des historischen Gutshauses auf, gebaut wurden sie von Handwerkern aus der Region. Im Pavillon sind zwei, im Maisonette-Haus vier bis zu 86 Quadratmeter große Suiten mit offenen…

hauserde201101_article_016_01_01
1 min
liebeserklärung an das handwerk

„Fynn“ ist ein bisschen wie seine Erfinder: die gelungene Balance zwischen Dänemark und Italien. „Inspiration war, die Essenz von skandinavischem Design in den Entwurf einzubringen“, erklärt Stine Gam ihre jüngste Sitzmöbelserie für Minotti. „Wir haben sehr lange an den Armlehnen gefeilt“, fügt Enrico Fratesi hinzu, „denn sie sind ein wichtiges Element in diesem Möbel und zugleich ganz einfache Objekte, an denen sich Handwerkskunst ablesen lässt.“ Zur Serie gehören kleine Lounge-Chairs, bequeme Esstischstühle, Bänke und Hocker, eine Outdoorversion sowie eine Variante mit Kernleder-Sitzschale und aufgelegten Polstern. Eines haben alle Familienmitglieder gemeinsam: Der sanfte Schwung der Armlehnen sorgt visuell und haptisch für Komfort. Das Feilen hat sich gelohnt. MINOTTI.COM…

hauserde201101_article_018_01_01
1 min
schöne dinge für die lieben

hauserde201101_article_020_01_01
1 min
bühnen für design

LIVING DIVANI, CORSO MONFORTE 20 Im Viertel San Babila eröffnete im September die „Living Divani Gallery“, gestaltet von Piero Lissoni. „Der Raum ist weniger Showroom oder Laden als eine Theaterbühne, auf der die Welt von Living Divani in Szene gesetzt wird“, erklärt der Artdirector und wichtigste Designer des Labels. Zum Auftakt schwebte eine Wolke von „Carbon Frog Chairs“ vor metallverkleideten Wänden, und Sofa „Floyd Hi“ präsentiert sich umgeben von zierlichen Beistelltischen. MARSOTTO, LARGO TREVES 2 Pünktlich zur Themenwoche „Milano Design City“ weihte Ende September auch die Marmormanufaktur Marsotto ihren von Studio Nendo umgebauten Showroom in Brera ein. Außen tarnt sich der Eingangsbereich als geschlossene Wand mit konkaver Einbuchtung, die Passanten zum Sitzen einlädt. Wenn sich jedoch die versteckte Tür öffnet, tut sich dahinter auf zwei Etagen eine magische Welt aus weißem Marmor, Spiegeln…

hauserde201101_article_022_02_01