Häuser 01/2021

"HÄUSER ist das Premium-Magazin für moderne Architektur und Design. Kein anderes Magazin bietet so viele Hausreportagen mit opulenten Bildstrecken von renommierten Fotografen und mit kenntnisreichen Texten. Dabei widmet sich eine Ausgabe schwerpunktmäßig verschiedenen Themen wie „Umbau“, „Wohnen auf dem Land“ oder „Villen“, ergänzt von weiteren Domizilen, die das ganze Spektrum anspruchsvoller Wohnarchitektur zeigen. Zusätzlich liefert HÄUSER ausführliches Planmaterial, Grundrisse, Detailinformationen über Materialien und Bautechnik – kurz: absolute Kompetenz im Detail. Der Hefteinstieg „Arena“ widmet sich überraschenden und interessanten Meldungen aus dem Bereich Architektur und Design, im „Forum“ werden Trends und neue Produkte vorgestellt aus wechselnden Bereichen wie etwa Bad, Küche, Böden, Licht oder Outdoor. Dabei kommen Experten der Branche zu Wort, werden neue Technologien vorgestellt und Entwicklungen erklärt."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Bimonthly
kr 96,15
kr 480,97
6 Utgaver

i denne utgaven

2 min
das bestehende würdigen

Liebe Leserin, lieber Leser, Wenn wir aus 2020 eine Wohnlehre ziehen, dann doch die, wie sehr die Gestaltung unseres Zuhauses unser Wohlbefinden bestimmt. Das reduzierte Reisen, das Arbeiten im Homeoffice (soweit es möglich war), das Zurückgeworfensein auf die eigenen vier Wände – das alles hat uns spüren lassen, wie sehr wir mit ihnen verbunden sind. Sie haben uns Geborgenheit geboten, und auch wenn sie uns manchmal etwas eng wurden, waren wir uns doch grundsätzlich klar darüber, was für ein großes Privileg es ist, sie überhaupt zu haben. Optimiert wurden sie auch, im ganzen Land ist gestrichen worden, umgeräumt, neu eingerichtet oder saniert. Hier und da hat sich im intensiven Miteinander aber auch herausgestellt: Bedürfnisse und Möglichkeiten passen einfach nicht mehr. Was nun? Trennung? Und wenn nur noch der Neustart eine Option…

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3 min
sehen und gesehen werden

Der Zylinder auf dem „Kopf“ des Gebäudes beschäftigt die Leute. Die oft gehörte Frage, ob das ein Wassertank sei, quittiert Architekt Jan Vanweert inzwischen nur noch mit einem müden Lächeln. Dabei ist die Frage gar nicht mal so abwegig, denn das Volumen gleicht ja durchaus einem Tank oder Silo – jedenfalls, wenn man es von der Straße aus betrachtet. Ein in Kupfer gehüllter, fensterloser, turmartiger Aufbau: Was soll das sein? „ES IST EINE EHRLICHE KONSTRUKTION MIT SICHTBAREM TRAGWERK“Jan Vanweert, Architekt Rätsel gibt aber nicht nur der Zylinder auf, sondern auch der zur Straße hin vorspringende Unterbau mit seiner Front aus Glasbausteinen. Zwei Details immerhin zeigen sich ganz offen als das, was sie sind. Zum einen ist das die Garageneinfahrt, die hinunter ins Souterrain führt. Zum anderen ist es der in einen weiteren…

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2 min
pantheon für kunst und kommerz

Die Sinne und den Geist erfreuen wollte Nicolas Le Camus de Mézières 1767, als er seine kreisrunde Getreidebörse im Pariser Zentrum fertigstellte. Von Zeitgenossen gepriesen, von Architekten als Modell geschätzt, blieb der Bau später nach Bränden und Umgestaltungen lange unterschätzt. Doch 253 Jahre später steht ihm nun eine große Zukunft bevor. Der französische Industrielle und Kunstsammler François Pinault ließ die einprägsame Rotunde unter verglaster Kuppel von Tadao Ando in Ausstellungsräume einer neuen Dimension umformen. Sammler und Architekt setzten dabei ihre Zusammenarbeit fort, die in Venedig bei der Punta della Dogana und dem Palazzo Grassi bereits zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt hatte. Nun also Paris, wo Pinault mit dem Projekt eines Großmuseums auf einer Seine-Insel vor Jahren krachend scheiterte. Doch der Sammler hatte Geduld und sicherte sich mit der Börse einen Kultbau…

hauserde210101_article_012_01_01
1 min
new work: hübsch gemacht für instagram

In Zeiten der Digitalisierung und der Pandemie, da das Leben weitgehend zu Hause stattfindet, werden Firmenräume wohnlich inszeniert, um Besucher, Klienten und Mitarbeiter zu begeistern. „,Form follows Function‘ reicht nicht mehr“, erklären Tina Bunyaprasit und Werner Aisslinger vom Studio Aisslinger, „der Designer ist heute DJ und Kurator von Räumen.“ So gestalteten sie die Loqi-Headquarters konsequent luftig, flexibel und bunt. Denn hier soll man nicht nur gern zusammenkommen, gegebenenfalls mit Abstand. Das Büro soll auch fotogen sein und in sozialen Medien eine gute Figur machen. AISSLINGER.DE…

hauserde210101_article_014_01_01
1 min
margaretha trifft marcel

Als 2019 alle Welt über „100 Jahre Bauhaus“ sprach, verbrachte Jay Gard einige Zeit im Meisterhaus Schlemmer. Im Rahmen einer Künstlerresidenz der Stiftung Bauhaus Dessau entwickelte er mit dem Möbelhersteller Thonet eine Sonderedition für Marcel Breuers Beistelltisch „B9“. Dabei griff er auf die Farbpalette eines Teppichs der Bauhaus-Weberin Margaretha Reichardt zurück. 100 dieser Stücke dienen nun als mobile Sitzgelegenheiten im Museum, zwei weitere Editionen à 100 Stück werden über Museumsshops angeboten. THONET.DE…

hauserde210101_article_015_01_01
1 min
schauraum für berliner kreative

Kaum eine andere deutsche Stadt hat eine so vielfältige Designszene wie die Hauptstadt. Um einen Ort zu gründen, der Künstler, Designstudios und junge Labels zusammenbringt, präsentiert und vermarktet, hat Create-Berlin-Geschäftsführer Wilfried Lembert einen 400-Quadratmeter-Showroom in Mitte eröffnet. Dort stehen Serienmöbel von Objekte Unserer Tage, Bartmann und New Tendency neben Glaskunst von Philipp Weber und Unikaten von Andreas Berlin und belegen: Beim Einrichten kann man sich problemlos auf lokale Gestalter konzentrieren. CREATE.BERLIN…

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