Häuser 04/2021

"HÄUSER ist das Premium-Magazin für moderne Architektur und Design. Kein anderes Magazin bietet so viele Hausreportagen mit opulenten Bildstrecken von renommierten Fotografen und mit kenntnisreichen Texten. Dabei widmet sich eine Ausgabe schwerpunktmäßig verschiedenen Themen wie „Umbau“, „Wohnen auf dem Land“ oder „Villen“, ergänzt von weiteren Domizilen, die das ganze Spektrum anspruchsvoller Wohnarchitektur zeigen. Zusätzlich liefert HÄUSER ausführliches Planmaterial, Grundrisse, Detailinformationen über Materialien und Bautechnik – kurz: absolute Kompetenz im Detail. Der Hefteinstieg „Arena“ widmet sich überraschenden und interessanten Meldungen aus dem Bereich Architektur und Design, im „Forum“ werden Trends und neue Produkte vorgestellt aus wechselnden Bereichen wie etwa Bad, Küche, Böden, Licht oder Outdoor. Dabei kommen Experten der Branche zu Wort, werden neue Technologien vorgestellt und Entwicklungen erklärt."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Bimonthly
SPESIAL: Sparen Sie 40% des Abopreises mit dem Code READ40
kr 91,13
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6 Utgaver

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2 min
lieber angemessen

Liebe Leserin, lieber Leser, Dass kleine Häuser große Vorzüge haben, muss man wohl nicht mehr ausführlich erklären – sie liegen auf der Hand: niedrigerer Rohstoffverbrauch, Sparsamkeit im Unterhalt, weniger Grundflächenbedarf und geringere Kosten. Eigentlich ist es also ein No-brainer, möglichst solche Häuser zu planen, die keinen Raum verschwenden. Aber ganz so einfach ist es nicht. Ab wann ist Platz verschwendet? Ein Zuhause soll schließlich mehr bieten als das gute Gefühl, die Umwelt so wenig wie möglich belastet zu haben. Wir möchten uns darin wohlfühlen, wir brauchen eine Umgebung, die uns Luft zum Atmen lässt, in der wir auch einmal Freunde zum Abendessen empfangen können, ohne dass es eng wird, in der Kinder Platz zum Spielen und Wachsen haben und die genügend Rückzugsräume für alle bietet, die in ihr leben. Spätestens als…

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2 min
seiner zeit vor aus

WÄHREND INDUSTRIENATIONEN noch über Nachhaltigkeitsstrategien grübeln, schaffen Kleinstaaten wie Costa Rica schon Tatsachen. Das Land in Zentralamerika, kaum größer als Dänemark, ist dank Wasserkraft unabhängig von fossilen Energieträgern. Nachhaltigkeit gilt hier als Staatsziel, der schon halb zerstörte tropische Regenwald mit seiner enormen Artenvielfalt wird wieder aufgeforstet, ein Drittel der Landesfläche liegt in Nationalparks, und die Bevölkerung lebt auch dank des boomenden Ökotourismus in relativem Wohlstand. „DIES IST NICHT NUR EIN HAUS, DIES IST EIN DENKANSTOSS“Oliver Schütte, Architekt Viele Akteure treiben die nachhaltige Entwicklung voran, darunter der Architekt Oliver Schütte und seine Partnerin Marije van Lidth de Jeude. Ihre Stiftung A-01 und ein mit ihr verbundenes Projektbüro entwickeln vieles, vom nationalen Fahrradsystem bis zum flexiblen Bausystem. Als Prototyp entstand das „No Footprint House“, das CO2-neutrales Wohnen möglich macht. „Wir wollten mehr als nur…

hauserde210801_article_012_01_01
2 min
ponti der grosse

Gio Ponti (1891-1979) war ein vielschichtiges Talent. Über sechs Jahrzehnte erstreckt sich seine Schaffenszeit, während der er in den unterschiedlichsten Disziplinen brillierte. Als künstlerischer Berater verpasste er der Porzellanmanufaktur Richard Ginori ein neues Image, als Architekt baute er Hotels, Villen, Kirchen und Mailands Wahrzeichen, den Pirelli Tower. Als Kind des 19. Jahrhunderts liebte er das Handwerk, und als Designer entwickelte er im 20. Jahrhundert Möbel und Produkte für die Serienfertigung, darunter Ikonen wie den Stuhl „Superleggera“. Als Gründer der Zeitschrift „Domus“ begleitete er das italienische Design in die Moderne, er war dabei aber selbst kein Purist. In seinem Werk verband er Grundsätze wie offene Räume, klare Linien und Funktionalität gern mit reichlich Mustern, leuchtenden Farben und üppiger Dekoration. Jetzt erscheint im Taschen Verlag ein 572 Seiten starkes und knapp sechs Kilo…

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4 min
arena design

FAIR GEKNÜPFT MIT EFFEKTEN GESPIELT AUF BLÜTEN GEBETTET 30 000 textile Blütenblätter kleiden den fluffigen Sessel „Hortensia“ ANDRÉS REISINGERS KUNST ist eigentlich für den virtuellen Raum bestimmt. Nachdem der 3-D-Spezialist aus Barcelona aber für seinen von einem Blumenbouquet inspirierten Sessel auf Instagram reichlich Zuspruch bekam, baute er mit der Designerin Júlia Esqué einen Prototypen. Nun bringt das niederländische Label Moooi den Sessel auf den Markt. SANFT GEDIMMT Die minimalistische Leuchte „Ambrosia“ ist eine Hommage an die Linienlampe ARCHITEKTEN LIEBTEN SIE, doch die „Linestra“, in der ein warmer Glühfaden leuchtete, ist seit der Ökodesign-Richtlinie von 2012 Geschichte. Das Turiner Designbüro Ciszak Dalmas setzt ihr mit der Pendelleuchte „Ambrosia“ ein Denkmal. Hier kommen zeitgemäße LED-Technologie zum Einsatz und ein modulares Röhrensystem, das vier unterschiedliche Längen ermöglicht. Marset, Preis ab 850 Euro ALLES BLAU GETÖNT Leuchtendes Blau ist schwer im Kommen. GLASTÜR IM…

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5 min
arena architektur

KLAR WIE DAS AUGE DES GESETZES Das neue Gerichtsgebäude von Kaan Architecten in Amsterdam setzt auf Transparenz Am Südrand der Amsterdamer Innenstadt nimmt das Recht sich seinen demokratisch verfassten Raum. 50 Meter hoch ragen die gerasterten Stahl- und Glasfassaden der Rechtbank Amsterdam auf, zwei Quader, die im rechten Winkel aneinanderstoßen. Im größten Gericht der Niederlande schufen Kaan Architecten 50 Säle sowie Konferenz- und Büroräume für 1000 Mitarbeitende. Das Haus des Rechts ist funktional, die Wege von Beklagten und Richtern sind sorgsam getrennt, kunstvolle Rampen und Treppen verbinden großzügige offene Räume in der unteren Hälfte, oben zieht sich die Bürokratie zurück. KAANARCHITECTEN.COM VON TERMITEN LERNEN Francis Kérés Schulcampus in Kenia ist großartige Landmarke und Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung Dass auch kleine Tiere bisweilen große Vorbilder sein können, beweisen uns Termiten. Ihre hügelartig aufragenden Kolonien umstehen den…

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2 min
zu gast bei der moderne

Am schönsten ist die Architektur der Moderne im Direktkontakt: Viele Meisterwerke sind heute als Hausmuseen zugänglich und lassen sich oft mit originaler Ausstattung erleben. Das Fallingwater House von Frank Lloyd Wright gehört ebenso dazu wie Mies van der Rohes Villa Tugendhat oder Sep Rufs Bonner Kanzlerbungalow. Im ausgedehnten Selbstversuch aber lässt sich der Raumeindruck noch steigern. Einige ikonische Bauten stehen Besuchern auch über Nacht offen. Die Hotels in Le Corbusiers Marseiller Wohnmaschine und Gio Pontis „Parco dei Principi“ sind weithin bekannt, aber wer weiß schon, dass es sich auch in Hans Scharouns Haus Schminke in Löbau, in Adolf Loos’ Villa Winternitz in Prag oder in Alvar Aaltos Villa Tammekann in Estland übernachten lässt? In jedem Fall die Leserinnen und Leser dieses informativen und hervorragend illustrierten Buchs von Stefi Orazi. Nordamerika…

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