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stern Crimestern Crime

stern Crime 20/2018

"Unter dem Motto ""Wahre Verbrechen. Wahre Geschichten."" berichtet STERN CRIME von realen Kriminalfällen und deren Aufklärung, beleuchtet aber auch das Schicksal der Opfer und die Motive des Täters. Das Heft liefert alle zwei Monate einfühlsame Texte und zurückhaltende, aber zugleich eindringliche Bebilderung der Geschichten. Die seriöse Berichterstattung umfasst Interviews mit Ermittlern, beleuchtet Tathintergründe und verschafft fesselnde Einblicke in die polizeiliche Aufklärungsarbeit. Mit seinen Reportagen über wahre Verbrechen spricht STERN CRIME Leser an, die den Nervenkitzel lieben und sich für den psychologisch-sozialen Kontext realer Kriminalfälle interessieren."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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I DENNE UTGAVEN

access_time2 min.
die geschlechter …

Christian Krug, Crime-Herausgeber …und ihr Kampf – das ist ein ewiges Thema. Auch in der Kriminalistik. Es geht dabei nicht nur um klassische Beziehungstaten, begangen aus enttäuschter Liebe oder Eifersucht. Es geht oft auch um die Rollen, welche die Gesellschaft den Geschlechtern vorgibt. Vor allem um das, was diese Rollenbilder mit Menschen machen.Sie können bei denen, die sich darin gefangen fühlen, das Verlangen schüren, auszubrechen. Es kann denen, die sich an starre Regeln klammern, Angst machen, wenn Rollen ins Wanken geraten. Und es kann bei denen, die sich als Sieger der Rollenverteilung fühlen, zu Hass führen, wenn ihre Position infrage gestellt wird. Giuseppe Di Grazia, Crime-RedaktionsleiterVerlangen, Angst und Hass sind Triebfedern des Verbrechens. Darum ist der Kampf der Geschlechter bester Stoff für Krimis, wie Karin Slaughter unserem Kollegen Dirk van…

access_time5 min.
nicht aus stein, nicht aus sand

Menetekel Kölner Silvesternacht: Schützen härtere Strafen die Frauen besser? (Foto: Hans Paul Enterprise) Anders als die zehn Gebote sind weltliche Gesetze nicht in Stein gemeißelt. Zum Glück, wir wären sonst womöglich noch immer dem Regelwerk der Constitutio Criminalis Carolina von 1532 unterworfen. Die Carolina, auch als „Peinliche Halsgerichtsordnung“ bekannt, gilt als erstes allgemeines deutsches Strafgesetzbuch, ein Meilenstein der Jurisprudenz – doch grausam aus heutiger Sicht. Je nach Schwere der Tat drohten Pranger, das Abschneiden von Ohren, Nase oder Zunge, im schlimmsten Fall die Pfählung.Gesetze ändern sich. Was früher bei Strafe verboten war (Schwulenparagraf), ist heute – nicht Gott oder Kaiser, sondern dem Rechtsstaat sei Dank – erlaubt. Was einst erlaubt war, ist heute erfreulicherweise verboten (Züchtigungsverbot). So justiert jede Gesellschaft die Regeln ihres Zusammenlebens. Gesetze werden erlassen, reformiert oder gestrichen…

access_time24 min.
lust und tod

 ALLES IST GESCHWOLLEN, VON BLUTERGÜSSEN ENTSTELLT. UM DIE AUGEN HERUM HAT SIE BLUTKRUSTIGE NARBEN. SIE HAT DIE VERBÄNDE ABGENOMMEN. DARUNTER IST EIN ANDERES GESICHT HERVORGEKOMMEN. EIN NEUES, EINES, DAS SIE SICH SELBST GEWÄHLT HAT. SIE HAT SICH DIE HAARE SCHNEIDEN LASSEN. SIE SIND NUN KURZ UND BLOND. DIE SEXY BRÜNETTE GIBT ES NICHT MEHR.SO WIRD ES ENDEN. Die Militärstadt Fayetteville ist ein bleierner Ort. Die Bewohner sagen: Fayette-Hell. Captain Marty Theer wird aus Florida hierher versetzt. Seine attraktive Frau begleitet ihn Marty und Michelle sind Highschool-Sweethearts, sie lernen sich als Teenager kennen. Die Zukunft scheint eine Verheißung zu sein „ SEXY BRUNETTE seeks Rendezvousman. Attraktive, intelligente, sehr sinnliche Frau sucht Mann für heiße, leidenschaftliche Treffen.“So fängt es an.In Fayetteville, North Carolina, der Militärstadt, der Stadt, die von einer Glocke aus Einsamkeit…

access_time5 min.
das kissen

 Martha N. wusste, dass sie nun kämpfen musste. Der junge Mann drückte sie auf das Bett, ihr Gesicht in das Kopfkissen hinein, ließ nicht mehr los. Und sie: versuchte nur noch zu überleben. Sie nahm ihre Hand an den Mund, formte eine kleine Höhle und atmete so gut es ging weiter. Ein und aus. Bis sie das Bewusstsein verlor.Wo das Geld sei, hatte er gefragt. Und sie hatte ihm von der Kassette in der Küche erzählt. „Jungchen“, hatte sie gesagt, „Jungchen, nimm das Geld und geh.“ Aber er wollte nicht einfach so gehen.Als sie wieder zu Bewusstsein kam, konnte sie kaum fassen, dass sie noch lebte. Ihr Sohn hatte sie gefunden. Drei Rippen waren gebrochen, sie hatte eine Schädelprellung, Platzwunden und schwere Hämatome. Dieser 14. Juni 2001 hätte ihr Todestag…

access_time22 min.
ganz nach unten

 Der Fahrstuhl funktioniert nicht. Das ist nicht ungewöhnlich in diesem Haus, Stuttgarter Allee 30, Leipzig-Grünau. Rund 400 Menschen leben hier auf 16 Etagen in 135 Wohnungen. Oft liegt Müll auf den Fluren. Fast jeden Tag erstatten die Verwalter Anzeigen wegen beschmierter Wände, eingetretener Türen, gestohlener Kabel. Spritzbestecke werden regelmäßig vom Sicherheitsdienst eingesammelt und als Sondermüll zu den Apotheken gebracht. Wer kann, zieht weg aus dem Plattenbau mit den dünnen Wohnungstüren und den Fluren, in denen es nach Armut riecht, nach billigem Essen, Haustieren und Tabakrauch. Ständig hört man die Streitereien der Nachbarn. Immer passiert irgendwas. Anfang des Jahres hat es sogar mehrmals gebrannt, weil jemand gezündelt hat. Der Fahrstuhl ist öfter mal kaputt in Nummer 30. Das ist allerdings eines der kleineren Probleme in diesem Haus Ein defekter Aufzug ist da…

access_time6 min.
das letzte kapitel

 Was hier besprochen wird, das bleibt auch hier Im Obduktionssaal landet jeder Tote, der nicht auf natürliche Art gestorben ist. Manche Fälle sind tragisch, andere brutal – wie das Gemetzel in einem Berliner Badezimmer, dessen Spuren Patrik Budenz dokumentierte Wer glaubt, dass Gerichtsmediziner so schrullig oder kauzig sind wie im Fernsehkrimi, der täuscht sich, sagt Patrik Budenz. Der Ort ist ein normaler Arbeitsplatz – und die Sammlung von präparierten Körperteilen (Mitte) ist kein Spleen, sondern hat wissenschaftliche Zwecke Jeder Mensch, der hier liegt, hat eine Geschichte. Die Gerichtsmediziner helfen dabei, sie zu Ende zu erzählen. Die Gewebeproben aus den untersuchten Organen werden nach der Obduktion im Labor analysiert Eineinhalb Stunden dauert eine Obduktion mindestens, meist länger. Auf den Edelstahltischen im Sektionssaal werden die Körper der Toten geöffnet und untersucht, den…

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