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stern Crimestern Crime

stern Crime 21/2018

"Unter dem Motto ""Wahre Verbrechen. Wahre Geschichten."" berichtet STERN CRIME von realen Kriminalfällen und deren Aufklärung, beleuchtet aber auch das Schicksal der Opfer und die Motive des Täters. Das Heft liefert alle zwei Monate einfühlsame Texte und zurückhaltende, aber zugleich eindringliche Bebilderung der Geschichten. Die seriöse Berichterstattung umfasst Interviews mit Ermittlern, beleuchtet Tathintergründe und verschafft fesselnde Einblicke in die polizeiliche Aufklärungsarbeit. Mit seinen Reportagen über wahre Verbrechen spricht STERN CRIME Leser an, die den Nervenkitzel lieben und sich für den psychologisch-sozialen Kontext realer Kriminalfälle interessieren."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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I DENNE UTGAVEN

access_time2 min.
ein verbrechen …

 Christian Krug, Crime-Herausgeber … zu überleben scheint wie ein Glücksfall. Aber es bringt oft auch enormes Leid mit sich. Die Erinnerung, die Erschütterung, Zweifel, Unsicherheit, Angst. Es ist immer berührend und oft sehr lehrreich, mit Überlebenden zu sprechen. Die Fragen, mit denen sie konfrontiert sind und mit denen sie uns konfrontieren, sind vielfältig.In dieser Ausgabe finden Sie dazu gleich mehrere Geschichten. Da bringt eine junge Frau die Kraft auf, doch noch von selbst zu gehen, kurz bevor alles vorbei ist. Aber wie verarbeitet sie, was ihr widerfuhr? Und wie lernt sie – für sich und ihre Kinder –, nicht wieder und wieder in dieselbe Lage zu geraten? Eine andere wird in ein Gefängnis hineingeboren und wächst als Sklavin auf. Wie schafft sie es, sich nach ihrer Befreiung in einer Welt zurechtzufinden,…

access_time5 min.
sprache ist eine waffe

 Jagd oder Verfolgung? Die Bundeskanzlerin zumindest hatte genug von der Wortklauberei, nachdem sich die Diskussion über Hans-Georg Maaßen, den gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen und die Tumulte in Chemnitz tagelang hingezogen hatte. „Ich werde hier keine semantische Debatte um ein Wort führen“, ließ sie ihren Pressesprecher sagen. Da ging es um die „Hetzjagd“ auf Ausländer, die angeblich in einem Internetvideo zu sehen war. Der Film, so der damalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen, könne eine gezielte Falschinformation sein, „um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken“. Die folgende Kontroverse drehte sich darum, ob Maaßen die Chemnitzer Umtriebe vorsätzlich verharmlost hatte. Doch im Tohuwabohu um die „Hetzjagd“ ging ein anderer Aspekt weitgehend unter, ein anderes Wort: Mord. War die Tat das wirklich?Eine Leiche macht noch keinen Mord. Zu dem Zeitpunkt, als der Begriff…

access_time32 min.
killer on the road

 ES WAR IM SOMMER 1985, ein Rastplatz irgendwo bei Martinsburg, Pennsylvania. Ich saß als Anhalterin im Führerhaus eines Trucks und wartete darauf, dass der Fahrer seine Tankrechnung bezahlte, damit wir weiterkonnten. Plötzlich hörte ich Schreie. Ein Mann kam aus dem Restaurant gerannt und brüllte die Menschen an, die sich im Regen um einen Müllcontainer versammelt hatten. Sie sollten Platz machen. Dann zogen sie den leblosen Körper einer jungen Frau heraus.Schnell verbreitete sich die Nachricht, dass es sich bei dem toten Mädchen um eine jugendliche Anhalterin handelte. Mein erster Gedanke war: Das könnte ich sein. Schließlich war ich selbst eine jugendliche Anhalterin. Und als ich beobachtete, wie mein Fahrer über den nassen Asphalt zu seinem Lkw zurückschlenderte, dachte ich: Er könnte es gewesen sein. Er könnte der Mörder sein.Der Fahrer erreichte das…

access_time5 min.
kistenweise geld

Die Geldkisten stehen heute im Polizeimuseum Zürich Die Männer wussten genau, was sie wollten: die Kisten. Postkisten aus Holz, vollgepackt mit Banknoten. Insgesamt über 70 Millionen Schweizer Franken.Die fünf waren in einem Fiat Fiorino vorgefahren, auf dem sie einen Aufkleber der Schweizer Post- und Telefongesellschaft angebracht hatten. Dem Wachmann am Tor hatten sie gesagt, sie müssten eine Telefonanlage reparieren. Im Innenhof sprangen sie dann mit vorgehaltenen Waffenattrappen und einer ungeladenen Kalaschnikow aus dem Lieferwagen und überrumpelten die Wachleute.Dann rannten sie zu den Kisten und luden sie ein. Sie mussten gewusst haben, dass hier gerade Geld abtransportiert werden sollte. Und auch, dass sie auf den Bildern der Überwachungskameras nicht zu erkennen sein würden, denn keiner von ihnen war maskiert.So schnell, wie sie gekommen waren, waren die Täter auch wieder weg an…

access_time18 min.
ludwigsfelde

 Am Abend des 29. Dezember 2011 erscheint ein Mann auf der Polizeiwache von Ludwigsfelde. Er will eine Vermisstenanzeige aufgeben. Es geht um seine Frau. Sie ist weg, spurlos verschwunden. Um halb vier waren sie zu Hause zum Kaffeetrinken verabredet. Sie sei nicht gekommen, sagt der Mann. Das passe nicht zu ihr.„Um halb vier?“, fragt der Diensthabende und sieht auf die Uhr. Es ist gerade kurz vor acht, viel zu früh, um eine Anzeige aufzugeben. „Ihre Frau ist ein freier Mensch“, sagt der Polizist. „Sie wird schon wieder auftauchen.“Der Mann bleibt stehen. Ob er nicht wisse, mit wem er es zu tun habe, fragt er.Der Polizist zuckt mit den Schultern.Sein Name sei Scholl, Heinrich Scholl, er sei der ehemalige Bürgermeister.Ludwigsfelde ist eine Stadt in Brandenburg, 25 000 Einwohner, nicht weit von…

access_time10 min.
anna

 SIE BEGEGNEN sich auf der Straße, tauschen Blicke. Er spricht sie an. Ob sie mit ihm einen Kaffee trinken wolle? Ja. Sie sitzen sich gegenüber. Anna* ist groß, schlank. Ihr Gesicht ist von dunklen, langen Haaren umrahmt. Sie ist 30, hat früher gemodelt. Sie hat ein fröhliches Lachen und lebhafte Augen. Auch ihr gefällt, was sie sieht: Urs ist zehn Jahre älter als sie, er ist ihr Typ: braun gebrannt, muskulös, fast zwei Meter groß. Er trägt eine Glatze. Schiebt ihr eine Visitenkarte über den Tisch. Er ist selbstständig, Installationsfirma. Ein solventer Mann mit starken Armen, jemand, der sie auffangen kann, das spürt sie.Die Begegnung mit Urs ist für Anna wie ein Lichtstrahl in einer düsteren Zeit. Sie ist in der Schweiz gestrandet. Zu Hause in Deutschland war lange Zeit alles…

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