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stern 22/2021

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

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Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Weekly
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kr 1 525,02
52 Utgaver

i denne utgaven

3 min
liebe leserin, lieber leser!

Am 7. Juni wird bundesweit die Impf-Priorisierung aufgehoben, theoretisch können von diesem Tag an alle von uns den wirksamen Corona-Schutz aus der Spritze erhalten. Allerdings ist die Aufhebung der Priorisierung ein eher symbolischer Akt. Denn keineswegs sind dann alle vor der Spritze gleich. So wurde etwa schon für das größte deutsche Impfzentrum in Hamburg angekündigt, dass dort zunächst weiter nur die Risikogruppen geimpft würden. Und auch etliche Haus- und Facharztpraxen werden so verfahren. Denn es fehlt in den nächsten Wochen noch an ausreichend Impfstoff und Kapazitäten, um alle, die gern wollen, direkt piksen zu können. Es ist weiterhin Geduld gefragt. Was bedeutet das für Sie, sollten Sie zu den 50 Millionen Ungeimpften in Deutschland gehören? Wer ist jetzt wann dran? Was müssen Sie beachten, und welcher Impfstoff ist für Sie der…

2 min
echo

REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, ein Algorithmus sind die im Programmcode gefassten Gedankengänge von Menschen. Wenn diese Rassisten sind, wird der Algorithmus rassistische Ergebnisse liefern. Und wieso sollte ein Algorithmus nicht auch Zufallselemente enthalten? Und damit sehr wohl ein „Rauschen“ in den Ergebnissen? Frank Setzer Sehr geehrter Herr Setzer, Sie haben recht: Algorithmen können alle Denkfehler und Vorurteile ihrer Programmierer beinhalten. Das würden Daniel Kahneman und seine Kollegen allerdings nicht abstreiten. Sie würden das „Bias“ nennen und sagen: „Dann müssen wir diese Algorithmen besser programmieren.“ Doch selbst wenn die Algorithmen noch so viel Bias enthalten: Sie sind wohl tatsächlich vollkommen frei von „Noise“, dem Rauschen, jenen unberechenbaren Entscheidungsverzerrungen, die zum Beispiel dem Wetter, der Tageszeit oder einer vorübergehenden Laune geschuldet sind. Die Frage ist nur, ob man einem intransparenten, empathielosen Formelwerk die…

1 min
es stand im stern

Wenn Unternehmen die Kontrolle über die Herstellung ihrer Rohprodukte übernehmen, gewinnen alle: Bauern, Umwelt und verantwortungsbewusste Kunden. Das zeigt das Beispiel der Plantage „El Cacao“ von Ritter Sport in Nicaragua. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kämpft seit Langem für ein Lieferkettengesetz, das Mindeststandards für alle verpflichtend macht. Vergangene Woche sollte es im Bundestag verabschiedet werden. Kurz vor Verlesung wurde es auf Druck der Union von der Tagesordnung gekippt, Wiedervorlage im Juni. Müller bleibt optimistisch: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es dann auf den Weg bringen“, sagte er zum stern.…

4 min
betrifft: stern

Elf Rechercheure müsst ihr sein … Zuweilen darf man es wörtlich nehmen, dass Journalisten immer am Ball sein sollten. Thilo Adam, Freizeitkicker beim VFL Hammonia in Hamburg, recherchierte beim SSV Hennstedt, der als erster Amateurverein in Deutschland wieder mit vollem Körperkontakt traineren durfte – er selbst hatte seit über einem halben Jahr kein Training. Monika Dunkel blieb im Gespräch mit Andreas Syska in Deutschlands schnellstem Impfzentrum in Neuss klassisch auf Abstand. Die beiden gehören zu einem elfköpfigen stern-Team, das in Biergärten, Schwimmbädern und Theatern erkundete, wie sich das Land in Zeiten der Lockerungen verändert. Es riecht nach: Aufbruch. (Seite 48) Dialog der Religionen Wird der Nahostkonflikt auch auf Deutschlands Straßen ausgetragen? Das wollten Christiane Kreder und Jan Rosenkranz von Imam Ender Cetin (2.v.l.) und Rabbiner Elias Dray (2.v.r.) wissen. Die beiden Berliner Geistlichen…

2 min
bilder der woche

SPANIEN GESTRANDET Die Jugendlichen kommen aus Marokko, sie wollten weg, weit weg – geschafft haben sie es bis in die spanische Exklave Ceuta, wo sie vergangene Woche vor ihrer Unterkunft auf einen Covid-19-Test warteten. Rund 8000 Menschen gelangten Mitte Mai nach Ceuta, als die Grenzkontrollen auf marokkanischer Seite kurzzeitig zurückgefahren wurden. Inzwischen hat Spanien Tausende Erwachsene wieder nach Marokko gebracht. Unbegleitete Minderjährige können jedoch nicht einfach zurückgeschickt werden, die Behörden müssen zunächst Kontakt zu den Eltern aufnehmen. Es heißt, viele der Jüngeren wollten gern wieder nach Hause. FRANKREICH ENDLICH KULTUR! Es erscheint wie ein hübsches Paradox, dass Menschen, die monatelang in ihren vier Wänden eingesperrt waren, sich nach den Lockerungen in eine Schlange stellen, um sich erneut vier Wände von innen anzusehen. Okay, es sind in diesem Fall die Wände eines Schlosses, des Château de…

3 min
die überraschende revolution

Es passiert nicht oft, dass Tim Cook öffentlich „Scheiße“ sagt. Ist es doch seine Aufgabe, jedes Jahr der Welt ein neues Wundergerät von Apple zu präsentieren,das unseren Alltag fortan verbessert und verändert. Vor fünf Jahren gab es diesen Ausbruch des Apple-Chefs, als die EU gegen den Tech-Konzern zu Felde zog und ihn aufforderte, 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzuzahlen. Apple hatte 2014 auf seine in Europa erzielten und in Irland gebündelten Gewinne nur 0,005 Prozent Steuern gezahlt. Nein, da ist keine Null zu viel gedruckt. Als „politischen Mist“ (er sagte „crap“, was auch „Scheiße“ bedeutet) bezeichnete Cook das Ansinnen: „Niemand hat etwas Falsches getan, und wir müssen zusammenhalten.“ Auch wenn die EU einige Jahre später vor Gericht eine erste Niederlage erlitt, war dieser Fall das Symbol und Symptom eines Kampfes,…