stern 30/2021

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Weekly
kr 38,34
kr 1 536,90
52 Utgaver

i denne utgaven

2 min
liebe leserin, lieber leser!

Solche Bilder mitten aus Deutschland – so etwas kennen wir nicht. Der Vergleich mit dem ersten Jahrhunderthochwasser, dem der Elbe 2002, hilft nicht weiter. Außer dass wir mit dem Begriff „Jahrhunderthochwasser“ sehr zurückhaltend umgehen sollten. Wir haben ja erst 2021. Es ist eine Zerstörung, die auch unseren Reportern vor Ort die Fassung geraubt hat. Mein Kollege Frank Brunner hatte für sein Hotel noch die Reservierungsbestätigung bekommen. Als er dann am Donnerstagabend nach einem langen Recherchetag in Bad Neuenahr ankam, stand er vor einer Ruine: Das Haus lag nahe der Ahr, das Erdgeschoss stand unter Wasser. Trockene Unterkünfte fand das Reporterteam in Remagen und Bonn. „In Bonn saßen die Menschen entspannt in den Straßencafés“, berichtet meine Kollegin Ingrid Eißele, „es war, als käme man aus einem Kriegsgebiet nach Hause.“ Es fühlt sich für…

sternde210722_article_003_01_01
1 min
echo

Großartige Recherche! Es wird nicht einfach sein, China und den USA gerecht zu werden. Deutschland braucht beide Giganten. Lambert Kottler, Gernsbach stern Nr. 29/2021, „Zwischen zwei Giganten“ – Deutschlands Rolle im Kampf zwischen den USA und China Es geht nicht um Werte Die USA suchen Verbündete aller Couleur, um von ihrem Weltmachtanspruch gegenüber China zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Das ist auch der Grund, warum sich Biden um eine Verbesserung der Beziehungen zu Deutschland bemüht. Mit gemeinsamer Wertewelt hat das rein gar nichts zu tun. Dietmar Sobottka, Chemnitz Handel muss frei bleiben Jedem Land muss freigestellt bleiben, mit wem es Handel betreiben möchte. Eine einseitige Handelsbeziehung kann schnell zu großen Problemen führen, wie der Regierungswechsel zu Trump gezeigt hat. Paul-Hermann Mackes, Viersen Werden China brauchen Sollte Trump 2024 wieder Präsident der USA werden, dürfte er Deutschland erneut…

sternde210722_article_006_01_01
1 min
rede und antwort

Liebe stern-Redaktion, wieso verwenden Sie das Wort „Mutante“ und nicht „Mutation“? Nach meinem Sprachgefühl wäre „Mutation“ der richtige Ausdruck für die Virusvarianten. Außerdem wären uns die Verballhornungen (Muonkel, Muneffe) erspart geblieben. Udo Borchert, Parkstetten Sehr geehrter Herr Borchert, eine Mutation ist eine einzelne Veränderung einer Gensequenz. Eine Mutante hingegen ist die mutierte Variante eines Organismus – so verlautete es auf Nachfrage aus der stern-Wissenschaftsredaktion. Denken Sie nur an das Wortpaar Variation und Variante; auch diese sind entsprechend zu differenzieren. Der Duden klärt folgendermaßen auf: Die Mutante sei „ein durch Mutation entstandenes Lebewesen“, hier also die neue Variante des Coronavirus. Gerade in wissenschaftlichen Texten kommt es darauf an, dass Sachverhalte eindeutig bezeichnet werden. Und ohne die Muh-Tante und deren Varianten wiederum wären uns auf der Humorseite einige schöne Scherze durch die Lappen gegangen. Mit freundlichen…

sternde210722_article_006_02_01
1 min
es stand im stern

Es ist eines der schlimmsten Verbrechen der jüngeren Geschichte – und kaum bekannt. Im Juni 2014 ermordete der IS im irakischen Tikrit etwa 1700 Menschen, allesamt junge, unbewaffnete Armeerekruten. Sie waren Schiiten, die der sunnitische IS als Feinde sah. Zum fünften Jahrestag berichteten wir über das „Speicher-Massaker“, benannt nach einer früheren US-Militärbasis. Jetzt, sieben Jahre nach der Tat, klassifizierte Unitad, das Untersuchungsteam der Vereinten Nationen für die IS-Verbrechen, das Massaker erstmals als „Völkermord“. Für die Angehörigen der Opfer ein wichtiges Signal, dass ihr Leid nun endlich international anerkannt wird.…

sternde210722_article_006_03_01
1 min
betrifft: stern

Einsatz im Flut-Gebiet Vier Schreiber und zwei Fotografen waren für die Titelgeschichte dieser Ausgabe im besonders stark betroffenen Landkreis Ahrweiler vor Ort. Frank Brunner (linkes Bild, l.) und Frank Gerstenberg recherchierten unter anderem in Bad Neuenahr, Ingrid Eißele und Hannah Möller waren in Sinzig, wo in einer Einrichtung der Lebenshilfe zwölf Menschen umkamen. Die Fotografen Theodor Barth (Bild rechts) und Maximilian Mann dokumentierten die Zerstörung und ihre Opfer. Die Arbeitsbedingungen erinnerten manchen an Einsätze in weit entfernten Ländern: Verbindungsstraßen waren gesperrt, Ortschaften nur zu Fuß erreichbar, Telefonanschlüsse tot, das Handynetz ausgefallen. Auch die Reporter standen oft fassungslos vor der Verwüstung und fühlten mit den Menschen, die ihre Angehörigen vermissten oder alles verloren hatten, was sie besaßen. Was sie bewegte, waren die große Solidarität, die vielen Menschen, die mit anpackten. (Seite 30) Keine…

sternde210722_article_008_01_01
3 min
die ungunst der stunde

Bei Katastrophen beginnen in der Regel noch vor den Aufräumarbeiten die Deutungsarbeiten. Und da wird ähnlich viel Geröll und rhetorischer Schlamm bewegt, es geht um Ursachen, Schuld, Folgen, Prävention. Und es geht um Bilder und Symbole, schließlich haben Gummistiefel angeblich schon mal Wahlen entschieden. Während alle warnen, man dürfe das Leid und Unglück nicht instrumentalisieren, tun die meisten einen Satz später genau das: Sie nutzen die Ungunst der Stunde für ihre Agenda, da schrecken nicht einmal mehr als 160 Tote ab. Bei dieser furchtbaren Flut lief, bald bevor die ersten Pegelstände wieder sanken und als es woanders noch in Strömen floss, alles auf eine Frage zu: Hat dieses Jahrhunderthochwasser mit dem Klimawandel zu tun? Und da wir vor einer Wahl stehen, ist diese Katastrophe zunächst ein Gamechanger – das klingt hart,…

sternde210722_article_010_01_01