stern 34/2021

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Weekly
kr 38,34
kr 1 536,90
52 Utgaver

i denne utgaven

2 min
liebe leserin, lieber leser!

Wir sehen, wie zigtausend afghanische Familien versuchen, aus ihrer Heimat zu fliehen, um sich vor den Taliban zu retten. Unser Titelfoto wurde am Grenzkontrollpunkt Chaman an der Grenze zu Pakistan aufgenommen. Es sind Bilder, die uns fassungslos machen. Die militärische und zivile Struktur, die die USA und ihre Alliierten über 20 Jahre aufgebaut haben, ist binnen weniger Tage komplett zusammengebrochen. Die Islamisten sind bis in den Präsidentenpalast von Kabul vorgedrungen und haben wie bereits 1996 die Macht übernommen. Die mit viel Aufwand trainierte und ausgerüstete afghanische Armee hat sich aufgelöst, Präsident Ghani ist ins Ausland geflohen. Unter der vom Westen gestützten Regierung waren die Freiräume der Bevölkerung gewachsen. Insbesondere Frauen und Mädchen erhielten mehr Rechte, den Zugang zu Bildung und die Möglichkeit zu arbeiten. All dies ist nun bedroht. Wie konnte das…

f0003-01
3 min
echo

Eher werden Löwen Vegetarier, als dass die Marktwirtschaft, die auf maximalem Wachstum und auf Rendite basiert, die Umwelt rettet. Dietmar Sobottka, Chemnitz REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, ich bin verwirrt: Sie schreiben, dass Joe Biden Billionen von Dollar fur die Folgen der Pandemie und Klimaschutz investiert. Nach meiner Kenntnis entspricht im Englischen die Billion unserer Milliarde. Unsere Billion ist im Englischen die Trillion. Was war gemeint? Ernst J. Lutz, Miesbach Sehr geehrter Herr Lutz, auch andere Leserinnen und Leser haben uns auf die offenbar verwirrende Verwendung der Einheiten hingewiesen. Im Deutschen und Englischen sind verschiedene Grosen gemeint. Also noch einmal erklart: Die Quellen fur unsere Recherchen waren unter anderem die Zahlen, die im US-Haushaltsentwurf oder im American Rescue Plan veroffentlicht wurden. Dort waren sie auf Englisch naturlich als „trillion“ zu finden. Fur unsere Leserinnen und…

f0006-02
2 min
betrifft: stern

In letzter Minute Zehn bange Stunden verbrachte das italienische Reporter-Duo Francesca Mannocchi (r.) und Alessio Romenzi (l.) vergangenen Sonntag auf dem militärischen Teil des Kabuler Flughafens. Dreimal mussten sie Schutz suchen, weil die Sirene heulte, die normalerweise vor Angriffen warnt. Später erfuhren sie: Verzweifelte afghanische Ortskräfte hatten sich an eine Militärmaschine geklammert, die die Reporter und andere Italiener ausfliegen sollte, und den Alarm ausgelöst. Erst als US-Soldaten sie zurückgedrängt hatten, konnte der Flug starten. Die Reporter sorgen sich um den afghanischen Journalisten, der ihnen bei der Recherche half und in Kabul zurückblieb.(Seite 22) Die Kraft der Wolken Sind das Menschen oder vielleicht doch Wesen mit überirdischen Kräften? Das fragten sich die Fotografen Eugénie Baccot und Cyril Abad (Foto) mehr als einmal, als sie die Briefträger der französischen Insel La Réunion auf ihren ebenso…

f0008-01
1 min
bilder der woche

HAITI IN TRÜMMERN In der Küstenstadt Les Cayes auf der südlichen Halbinsel des Landes stehen die Menschen fassungslos vor dem Chaos, das zweistöckige Hotel „Petit Pas“ ist zur Seite geknickt wie ein Haus aus Pappe. Noch immer ist ungewiss, wie viele Opfer das schwere Erdbeben vom vergangenen Samstag gefordert hat, bis Anfang der Woche wurden bereits 1300 Leichen geborgen. Helfer bemühen sich, schnell Überlebende aus den Trümmern zu bergen – sofern das in den schwer erreichbaren Regionen überhaupt möglich ist. Die Katastrophe trifft auf einen dysfunktionalen Staat, fast die Hälfte der rund elf Millionen Einwohner lebt in extremer Armut. USA AUSGETROCKNET Dicht hintereinander ankern die Hausboote dort, wo es der Wasserstand noch zulässt – denn was nun aussieht wie ein schmaler Kanal, war einst ein stolzer Stausee: Der Lake Oroville in Butte County, Kalifornien, hat…

f0010-01
3 min
unser saigon-moment

Es ist eigenartig, wie versunken die Post-9/11-Welt erscheint, mit ihrer Logik und Sicherheitsräson, die dieser Tage noch einmal so dramatisch aufscheint. Es war eine Welt ohne Angela Merkel als Kanzlerin, ohne Finanz- und Eurokrise, ohne Flüchtlingskrise, ohne AfD, ohne Facebook und Twitter, ohne Smartphone, ohne Chinas überwältigende Macht, ohne Brexit, ohne Russland als Paria-Staat, mit Diktaturen im Irak, Libyen und Syrien, das nicht im Bürgerkrieg war. Die Strategie des Einsatzes muss man freilegen wie ein Archäologe, um zu verstehen, was eigentlich einmal das Ziel dieses „ewigen Krieges“ war. Umso tragischer ist nun, wie leichtfertig das Erreichte aufs Spiel gesetzt, ja, den Taliban ausgeliefert wurde. Deutschland ist mitverantwortlich für eine der größten strategischen Fehleinschätzungen der jüngeren Geschichte. Selbst wenn der Abzug richtig war, waren Tempo und Form – ohne Backstop, ohne Meilensteine…

f0016-01
3 min
rettet unsere mitarbeiterinnen und mitarbeiter in afghanistan!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Außenminister, dieser Brief ist ein Hilferuf. Er ist unterschrieben von den Verlagen, Redaktionen, Sendern und Medienhäusern in Deutschland, die in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich die Berichterstattung aus Afghanistan getragen haben. Unsere Berichterstattung, die die deutsche Öffentlichkeit und Politik mit Analysen, Erkenntnissen und Eindrücken aus dem Land versorgt hat, war nicht denkbar ohne den Einsatz und den Mut der afghanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns vor Ort unterstützt haben: den lokalen Journalistinnen und Journalisten, Stringern, Übersetzern und Übersetzerinnen. All die Jahre teilten auch sie unseren Glauben an die freie Presse als unverzichtbares Element einer stabilen, friedlichen, auf Ausgleich bedachten Demokratie – ein Wert, den die deutsche Regierung in den letzten 20 Jahren in Afghanistan stark unterstützte. Das Leben dieser freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist nun akut gefährdet.…