stern 48/2021

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Språk:
German
Utgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Hyppighet:
Weekly
kr 37,37
kr 1 498,05
52 Utgaver

i denne utgaven

2 min
liebe leserin, lieber leser!

Deutschland im Jahr zwei der Pandemie: ein Land im Notfallmodus. Hätten Sie das für möglich gehalten? Trotz Impfung macht man sich inzwischen wieder Sorgen um die eigene Gesundheit und die seiner Angehörigen. Tag für Tag infizieren sich gerade Zehntausende mit Corona, und RKI-Chef Lothar Wieler rechnet in den nächsten Wochen mit 400 Toten pro Tag. Wir sind erst am Anfang der vierten Welle, und schwer kranke Patienten müssen bereits aus Bayern, Sachsen und Thüringen in den Norden und Westen der Republik gebracht werden – dorthin, wo es noch freie Kapazitäten in den Kliniken gibt. Wenn das nicht mehr geht, greift das Triage-Verfahren, so wie gerade schon in Österreich. Notwendige Operationen können nicht mehr zeitgerecht durchgeführt werden, Ärzte müssen sich zwischen Patientinnen entscheiden und lebenswichtige Operationen, zum Beispiel bei Krebskranken, verschieben. Manche von…

sternde211125_article_003_01_01
2 min
echo

stern Nr. 47/2021, „Sieben auf einen Streich“ – Deutschland braucht viel mehr Windräder, um die Klimaziele zu erreichen Die Speichertechnik fehlt Die Äußerungen des „Klimabeirats“ sind leider nur ein Spiegelbild der verkorksten Energiewende in unserem Lande. Der schnelle Ausbau von Windkraft oder Solarenergie ist zu wenig. Wir brauchen den raschen Ausbau der Stromtrassen und die massive Förderung der Speichertechnologie. Mit Letzterer müssten wir viel weiter sein, aber darum hat sich wohl in den letzten Jahren kaum jemand gekümmert. Thomas Jobst, Hamburg Und bei Windstille? Mich würde interessieren, womit der stern seine Druckmaschinen betreiben wird, sollte in Deutschland weder die Sonne scheinen noch der Wind wehen. Christian Reeb, Königsbrunn Wirklich nachhaltig? Ich wohne am Niederrhein, dort entstehen natürlich auch immer mehr Windparks. Beim Bau einiger Anlagen wurde kommuniziert, dass die Fundamente der Bauwerke auf eine mittlere Lebenszeit von 25…

sternde211125_article_008_01_01
1 min
rede und antwort

Sehr geehrte Frau Winnemuth, meistens lese ich Ihre Kolumne gern. Aber lesen Sie selbst nicht den stern? Die Redaktion gibt sich ja neuerdings umweltbewusst. Nun schwärmen Sie von Fernflügen nach Angkor Wat oder Tokio. Ist Ihnen denn Ihr ökologischer Fußabdruck völlig egal? Gisela Adamski, Nordstemmen Sehr geehrte Frau Adamski, ob ich den stern nicht lese? Da bin ich versucht, mit dem alten Journalistenspruch „Das bisschen, was ich lese, schreibe ich selbst“ zu antworten ... Aber nun mal ernsthaft: Dass mir mein ökologischer Fußabdruck alles andere als egal ist, entnehmen Sie der Tatsache, dass ich das Ablaufen meines Reisepasses nicht einmal bemerkt hatte. Mein letzter Langstreckenflug – zu einer Reportage in den Iran – ist tatsächlich sechs Jahre her. Und weil ich den stern so gut lese, weiß ich auch, dass er zwar…

sternde211125_article_008_02_01
1 min
betrifft: stern

Giftschrank, öffne dich! Der Abdruck gefälschter Hitler-Tagebücher 1983 gilt als dunkelster Moment in der Geschichte unseres Magazins. Jahrzehntelang lagerten die Artefakte des Skandals in einem Tresor. Erst mit dem Jubiläum zu 70 Jahren stern begann ein offenerer Umgang mit dem „Familiengeheimnis“, und der Podcast „Faking Hitler“ entstand. Bei RTL+ startet diese Woche nun die darauf basierende Verfilmung. Für Moritz Bleibtreu, der den Fälscher Konrad Kujau spielt, öffnete der stern seinen Giftschrank mit den echten Fälschungen. Deren Qualität ließen Bleibtreu und stern-Autor David Baum (r.) von Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi bewerten, der sich per Zoom hinzuschaltete. (Seite 58) Mit eigener Stimme Viel wird gerade wieder über Geflüchtete geschrieben, geredet, geurteilt. Nicht selten sind es Stereotype, die wir dabei reproduzieren, auch im Journalismus: die Fremden als diffuse, gesichtslose Masse oder als hilf- und hoffnungslose Opfer. Das…

sternde211125_article_010_01_01
1 min
bilder der woche

MEXIKO IMMER NORDWÄRTS Wieder zieht sie los, die Karawane Richtung USA, wie jedes Jahr. Die Migranten aus Mittelamerika haben alles dabei, Schlafsäcke, Kinderwagen, sogar Rollstühle. Sie machen sich zu Fuß, per Bus und auf den Ladeflächen von Lastwagen auf den Weg und haben nun den mexikanischen Bundesstaat Veracruz erreicht. Mexikos Regierung hat längst die Nationalgarde mobilisiert, um den etwa 2000 Flüchtenden aus Guatemala, Honduras, Haiti und El Salvador die Durchreise zu erschweren. Die wenigsten werden es in die USA schaffen. Im Haushaltsjahr 2021 wurden 1,7 Millionen Menschen an der US-Grenze festgenommen. BANGLADESCH BASTEL-GARTEN Königsblau, Quietschgelb, Knallrot – wie schön farbenfroh hier alles gedeiht! Doch was wirkt wie ein Geniestreich der Gartenkultur, ist in Wahrheit ein Wunderwerk der Wiederverwertung. Die ordentlichen Rabatten bestehen aus Hunderttausenden Strohhalmen. In dieser Fabrik in Naogaon im Norden Bangladeschs werden die…

sternde211125_article_012_01_01
3 min
es war einmal ein neustart

Müde sind sie, erschöpft, aber nicht ausgelaugt. Auch nicht ernüchtert, im Gegenteil. Da ist noch so viel Energie und oft auch: ein Leuchten in den Augen. Ja, sie können, sie wollen gestalten! Die vergangenen Tage habe ich eine Reihe von jungen Bundestagsabgeordneten getroffen, von SPD, Grünen und FDP. Sie alle kamen aus Verhandlungen und mussten auch wieder zurück und in ihren Arbeitsgruppen an Papieren feilen, in denen Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand und Länge vorgegeben waren. Alles für das eine große Papier: den Koalitionsvertrag. Diese jungen Parlamentarier ließen nichts durchsickern – auch hier: Disziplin! –, aber sie erzählten trotzdem davon. In ihrem Ton, ihren Stimmen, ihren Augen, in den Themen, um die sie kämpften. Da spürte man den Drang, die Zukunft zu gestalten, Energie und Lust, die Dinge anzupacken. Enttäuschung, klar, auch die…

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