Starke Kletterbilder leben vom Handeln gegen die Vernunft Der Fotograf Jan Vincent Kleine mag seine Arbeit sehr, aber so richtig lieben kann er sie nur, wenn sie getan ist. Wenn der Mensch, dem er mit dem Objektiv seiner Kamera gefolgt ist, wieder festen Boden unter den Füßen hat. Nach einer Kletterpartie über dem Abgrund, meist ungesichert, ohne Seil und Karabiner. Nichts als Luft unter sich, geklammert an eine mehrere Hundert Meter hohe Steilwand.
Die Ankunft auf dem Gipfel, das ist der Moment der Erlösung für Kleine. „All die Ängste und Zweifel sind plötzlich verflogen“, sagt er. „Ich bin wieder frei. Ein herrliches Gefühl.“
Jan Vincent Kleine, 31 Jahre alt, aufgewachsen in Hamburg, ist ein außergewöhnlicher Fotoreporter. Kein Chronist, der lediglich dokumentiert, was passiert. Kleine besitzt eine enge, oft schicksalhafte…