Und dann fletscht er doch wieder die Zähne. Die Spree glitzert sich durch die Brücken hindurch, Japaner, nur wenige mit Mundschutz, eilen Richtung Unter den Linden, ein paar Brit-Chicks kichernd am U-Bahn-Schacht, gediegene Businessmen, die Aktenkoffer spazieren führen, und an der Kreuzung bremst ein Auto, Fenster runter, und der Fahrer brüllt: „Noch mal den Finger, Freundchen, und du kriechst ’n paar uffs Maul.“
So ist er nun mal, dieser Köter namens Berlin. Wedelt mit dem Schwanz, wenn man ihn streichelt und füttert, doch wenn man ihn gerade zu lieben beginnt, schnappt er zu. Räudige Töle. Raue Stadt, grau und grün, nicht romantisch wie Venedig, nicht so zuckrig wie Paris, nicht so gigantisch wie New York, so alt wie Rom oder so gut gelaunt wie Barcelona. Kein Wunder bei dem…