Es ist die Zeit der großen Rückblicke, eine Tradition, die in diesem Jahr noch weniger Spaß macht als sonst. Denn alles, was mir zu 2018 einfällt, existiert schon so viel länger als ein Jahr und wird uns voraussichtlich auch noch die nächsten Jahre umtreiben.
Nichts davon macht gute Laune: Trump und kein Ende, Brexit und kein Ende, Dieselskandal, Erdoğan, Syrien, Jemen – das ist inzwischen alles schon so lange unerträglich, dass man jede Hoffnung auf Ausweg und Rettung begraben hat. Es ist wie eine chinesische Wasserfolter: steter Tropfen, komplett ausgehöhlter Stein. Da ist keine Erlösung in Sicht, das wird einfach immer genau so weitergehen, so fühlt es sich wenigstens an.
Vielleicht liegt es an meiner tief sitzenden Ungeduld, die mit abnehmender Lebenszeit eher noch wächst, aber die ohnmächtige Erfahrung, dass…
