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Als die Wende kam, war ich drei. Die großen Zeiten Russlands kenne ich nur aus den Geschichtsbüchern. Der Einfluss der USA war lange allgegenwärtig, ein modernes Land mit entscheidungsstarker Führung. In vielen Lebensbereichen waren Amerikaner Trendsetter. Was cool war, kam aus den USA. China war lange ein Underdog, galt zwar als neuer Spieler auf dem globalen Markt, fand im Alltag vieler Europäer aber nur am Rande Beachtung. Das hat sich geändert. Menschen aus China begegnet man heute überall. Die Reisefreudigkeit der Chinesen ist Ausdruck einer neu gewachsenen Mittelschicht, deren wirtschaftliche Möglichkeiten auf dem Erfolg Chinas leistungsstarker Industrie basieren. Während viele westliche Wirtschaftsmächte durch Corona in die schwerste Rezession seit der Nachkriegszeit rutschen, wird Chinas Wirtschaft dieses Jahr um zwei Prozent wachsen. Gerade erst hat China mit einer Reihe von asiatischen…
Was für eine großartige Aktion, Gratulation und herzlichen Dank! Es ist wirklich eine kulturelle und gastronomische Tragödie.Hans-Peter Wodarz, Palazzo Berlin am Bahnhof Zoo REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, Kosmetik aus natürlichen Produkten ist ja eine positive Sache. Mich würde interessieren, woher die Firmen ihre Zutaten beziehen und ob dafür ein schützenswerter Wald Nadeln lassen muss. Gibt es hier einen Unterschied zwischen konventioneller und Naturkosmetik? Jane Hois, Neu-Isenburg Sehr geehrte Frau Hois, Sie haben recht: Nicht überall, wo Natur draufsteht, ist auch geballte Pflanzenkraft enthalten. Doch meist geben die Hersteller auf ihren Websites Aufschluss, wie viel natürliche Inhaltsstoffe wirklich in ihren Pflegeprodukten stecken. Firmen wie Kneipp beziehen ihre Zutaten überwiegend aus Deutschland und Europa, die Naturkosmetikmarke Dr. Hauschka sogar aus eigenem Anbau auf der Schwäbischen Alb. Doch nicht alle Pflanzen, die…
Unterwegs in Shanghai und Wuhan In China zu recherchieren ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden. Sogar Professoren wollen sich heute kaum noch mit ihrem vollen Namen zitieren lassen, weil sie Repressalien fürchten. Vielen Wissenschaftlern und Virologen ist es verboten, mit Vertretern der ausländischen Presse zu sprechen. Auf der anderen Seite gibt es unter den einfachen Leuten nach wie vor eine große Offenheit, Neugier und Redseligkeit. So war es auch bei dieser Recherche in Wuhan. Fotograf Dave Tacon (r.) und Philipp Mattheis, die das Land seit vielen Jahren kennen, überrascht diese Offenheit der Menschen immer wieder von Neuem. (Seite 26) Plötzlich Zuschauer Seit Svenja Napp vor zehn Jahren in ihre erste Studentenbude zog, lebte sie ohne Fernseher. In diesen entschleunigten Corona- Zeiten hat sie sich nun doch einen besorgt…
ITALIEN DAS WASSER KOMMT Eigentlich begann am 3. Oktober ein neues Zeitalter in Venedig – da hielten die Fluttore vor der Stadt das erste Mal die „aqua alta“, das Hochwasser, vom Markusplatz fern. Bis zu drei Meter hohe Wellen können sie abwehren. Am 8. Dezember nun wateten die Bewohner wieder durch fast hüfthohes Nass. Und das während der Weihnachtseinkäufe. Die Fluttore funktionieren übrigens, sie waren in den Tagen zuvor und danach aufgerichtet. Nur eben an diesem 8. Dezember nicht. Da überraschten starke Winde und Regen die Stadt. Und eine Erkenntnis: Allein auf die etwas träge Technik wird sich Venedig nicht verlassen können. HONGKONG EIN AUFRECHTER Angeklagt ist der Medienmogul Jimmy Lai des Landesverrats in Absprache mit einer fremden Nation. Am vergangenen Samstag wurde ihm die Kaution verweigert, der Prozess auf…
Armin Laschet hat es versucht. Es würde wohl das „härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben“, hat er Ende November in einem Interview gesagt. Das war mal ein deutlicher Satz, als alle noch von großzügigen Ausnahmeregelungen sprachen. Leider auch Laschet selbst: Es sei aber eine Illusion, 80 Millionen Menschen verbieten zu können, Weihnachten die Familie zu treffen, fügte er an. Dieser Mangel an Eindeutigkeit lässt den Gemeinsinn zerbröseln wie trockenen Spekulatius. Der NRW-Ministerpräsident hätte auch sagen können: Es werden die härtesten Weihnachten, die wir in der jüngeren Geschichte erlebt haben, aber es hilft ja nichts. Wir können in diesem Jahr nicht so feiern wie sonst, es ist einfach zu gefährlich. „Wer mir heute noch etwas von den 25 000 Grippe-Toten erzählt, wie es immer wieder in Leserzuschriften geschieht, dem…
Bei der Tafel in München ist man überwältigt vom Engagement jüngerer Menschen. Der Großteil des Stammpersonals ist dort über 65 Jahre alt, Corona-bedingt konnte zunächst nur noch eine von 27 Ausgabestellen geöffnet bleiben. Jetzt sind wieder 25 in Betrieb. Mehr als 3000 überwiegend jüngere Menschen waren eingesprungen. Inzwischen arbeiten auch einige der älteren Helfer wieder mit. Im Frühjahr starteten die Schauspieler Trystan Pütter und Volker Bruch eine Hilfskampagne für Geflüchtete in Moria – jetzt haben die beiden „Los für Lesbos“ neu aufgelegt. Wer bis zum 24. Dezember spendet, kann Gegenstände berühmter Menschen gewinnen. Mit dabei: Daniel Craig, Toni Garrn, Diane Kruger, Jürgen Klopp. Die Enkel von Marlene Dietrich stellen handgeschriebene Notizen ihrer Großmutter zur Verfügung. www.losfuerlesbos.com WO LAUFEN SIE DENN? Rom verbannt seine Pferdekutschen von den Straßen der Innenstadt. Über…