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„Ach, lasst mich doch alle in Ruhe!“, rief vor sieben Wochen mein Kollege Kester Schlenz im stern aus. Er machte einem weit verbreiteten Gefühl Luft: dass wir nicht mehr mitkommen, dass wir die Flut der Reize, die auf uns einprasseln, nicht mehr verarbeiten können. Die Titelgeschichte in dieser Woche ist so etwas wie der zweite Teil, der dieses Thema nun wissenschaftlich einordnet. Aber auch, wenn Sie Schlenz’ Hilferuf nicht gelesen haben, werden Sie verstehen, worum es geht: Unser Gehirn kommt nicht mehr hinterher. In der modernen Welt passiert einfach zu viel, was es verarbeiten muss. Die Hirnforschung versteht immer besser, was in unseren Köpfen vorgeht. Am Ende läuft es auf elektrische und chemische Reize im Millisekundentakt hinaus, mit denen Nervenzellen miteinander kommunizieren. Diese Verbindungen sind anfällig für Störungen, und noch…
REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, als langjähriger Leser halte ich Ihr Magazin fast immer für eine hervorragende Informationsquelle. Unter anderem bewundere ich immer wieder großartige Fotoreportagen. Aber hier stört mich häufig die kleine Schrift der erläuternden Texte. Eine etwas größere Schrift wäre angebracht und hilfreich. Erwin Held, Laupheim Sehr geehrter Herr Held, ich kann Sie gut verstehen. Mir als Brillenträger, 56 Jahre alt, erscheint im Alltag auch manches schwer lesbar. Damit will ich Ihre Schwierigkeit mit dem „Kleingedruckten“ im stern überhaupt nicht kleinreden. Nur können wir von heute auf morgen leider nicht einfach alles größer drucken. Das sähe merkwürdig aus. Denn auch die Größe unserer Bildunterschriften muss zum optischen Gesamtkonzept passen. Ich werde Ihre Bitte aber zum Anlass nehmen, dieses Konzept zu überprüfen. Und wir werden noch stärker darauf achten,…
Blick zurück ohne Zorn Er hat mit Sicherheit schon bessere Jahre erlebt als dieses: Armin Laschet empfing Andreas Hoidn-Borchers (2.v.r.) und Florian Gless (r.), am Tag bevor das Wahlergebnis für seinen Nachfolger bekannt gegeben wurde. Der Noch-CDU-Vorsitzende, Ex-Kanzlerkandidat und ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wollte lieber über die Zukunft sprechen, vor allem sich nicht mit „Hätte-Fragen“ befassen, „das hilft keinen Millimeter weiter“. Es wurde dann aber doch ein Gespräch über eigene Fehler, das Erleben von Sabotage und das ein oder andere „Hätte“. Das Interview mit einem, der mit sich im Reinen ist, lesen Sie ab Seite 36. Gefühlvolles Interview Wo entstehen unsere Emotionen? Und wie beherrschen sie uns? Darüber sprach der Redakteur Martin Schlak (u.) mit dem US-amerikanischen Neuroforscher Karl Deisseroth – per Videointerview. Ein wesentliches Thema: die Nachteile digitaler Kommunikation.…
UKRAINE WIDERSTAND ÜBEN Die Männer in einem Wald in der Nähe von Kiew tragen Gewehre aus Holz, einer hat nicht einmal eine Uniform, nur die Winterjacke von zu Hause. Als Freiwillige haben sie sich zum Manöver gemeldet: Sie wollen ihre Heimat verteidigen, falls Wladimir Putin seine Drohung wahr macht und seine Armee in die Ukraine einmarschieren lässt. 39 Prozent aller ukrainischen Männer gaben an, im Falle eines Krieges zu den Waffen greifen zu wollen. Da die ukrainische Armee der russischen Übermacht kaum gewachsen wäre, bereiten sich die Freiwilligen auch systematisch auf einen Partisanenkrieg vor. DEUTSCHLAND EIN HAUCH LORIOT So eine Weihnachtsansprache ist eine ernsthafte Sache. Vor allem in diesem Jahr, das für viele Menschen ein schweres war. Umso schöner dieser kurze Moment vor der Aufzeichnung der jährlichen Festtagsansprache von Bundespräsident…
Vor genau zwölf Monaten habe ich an dieser Stelle fünf Fragen an das neue Jahr gestellt. Als ich die Kolumne an den Weihnachtstagen noch einmal las, war ich erstaunt, dass zwei Fragen noch immer nicht endgültig beantwortet sind. Wo bleiben die Querdenker? Was tun mit den Impfgegnern? Aus diesen immer noch offenen Fragen ist ein Jahr später eine geworden: Wie gehen wir mit der lauten Minderheit um, die so vieles ablehnt: die Corona-Schutzmaßnahmen, die Impfung, den Staat? Mir hat eine Krankenschwester geschrieben, eine engagierte Mail, in der die Frau mitteilt, dass sie ihren gesunden Körper nicht der mRNA-Impfung aussetzen werde. Da der stern ihrer Meinung nach bei diesem Thema zu „regierungstreu“ berichte, werde sie unser Magazin künftig nicht mehr lesen. Und, nein, sie sei weit davon entfernt, eine Querdenkerin oder…
WIND STATT ATOM In Spanien legt Windkraft – hier auf Teneriffa – kräftig zu. Rund 25 Prozent macht der Anteil am Energiemix mittlerweile aus, bis 2030 soll er sich noch mal verdoppeln. Schon dieses Jahr verdrängt der Wind damit die Atomkraft als dominanter Stromerzeuger im Land. Deutschland setzt ebenfalls auf den Ausbau von Windenergie, hinkt im Vergleich aber noch hinterher. PFAND-GERECHTIGKEIT 19 Jahre nach Einführung wird die Pfandpflicht zum 1. Januar auch auf Dosen und Einweg-Plastikflaschen mit Säften, Mix- und Energydrinks ausgedehnt. Die bisherigen Ausnahmen waren ohnehin nie nachvollziehbar. Was im Regal steht, darf bis Mitte 2022 noch so verkauft werden. Tierischer Impferfolg Es ist schon viel probiert worden, um Menschen dazu zu bewegen, sich gegen Corona impfen zu lassen: Mal gab’s eine Bratwurst dazu, mal kam der Arzt in…