Ob das Tier, das als Kotelett auf unserem Teller landet, ein qualvolles Leben hatte, können wir dem Fleisch nicht ansehen. Fest steht: Je günstiger, desto wahrscheinlicher ist dies. Am Beispiel Schwein: Masttiere stehen dicht gedrängt, oft verletzt, im eigenen Kot, dabei ist ihr Geruchssinn sensibler als der von Hunden. Muttertiere liegen eingezwängt von Eisengittern auf dem blanken Beton, Hoden und Schwänzchen ihrer Ferkel werden ohne Narkose beschnitten. Sie sehen nie die Sonne, schnüffeln nie im Stroh. Das ist nicht die Ausnahme, sondern bis heute die Regel. 70 Prozent der Verbraucher jedoch möchten genau das nicht mehr. Ihnen ist eine artgerechte Haltung wichtig. Und 86 Prozent wünschen sich laut Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft von 2019 beim Kauf Informationen zur Tierhaltung. Darum führten einige Handelsketten die Kennzeichnung „Haltungsform“ ein.…